Zur Rose: Am Kapital- und im Supermarkt

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Berlin -

Zur Rose ist an der Börse und im stationären Handel angekommen. In Zürich fiel der Startschuss für den regulären Aktienverkehr, in Bern eröffnete zeitgleich die erste Miniapotheke in einer Filiale der Supermarktkette Migros. Der 6. Juli 2017 ist für Zur Rose ein in doppelter Hinsicht historischer Tag.

Knapp 6 Millionen Aktien können ab sofort an der SIX Swiss Exchange gehandelt werden. Bei einem aktuellen Kurs von 151 Schweizer Franken wird die Gruppe damit mit mehr als 900 Millionen Franken bewertet. 72 Prozent der Anteile befinden sich in Streubesitz, Großaktionäre sind die Unternehmerfamilie Frey mit 14,5 Prozent und das saudische Königshaus mit 5,8 Prozent. Das Management hält 7,2 Prozent.

Durch die Ausgabe von 1,4 Millionen neuen Aktien sind der Gruppe knapp 200 Millionen Franken zugeflossen. Die Nachfrage war groß, das Orderbuch mehrfach überzeichnet. Der Platzierungspreis lag mit 140 Franken am oberen Ende der Preisspanne. Zugegriffen haben laut Zur Rose institutionelle Investoren aus Europa – vor allem der Schweiz, Deutschland und Großbritannien – und den USA sowie Privatanleger aus der Schweiz. Bis August können die Syndikatsbanken weitere Aktien im Wert von 33 Millionen Franken ausgeben.

Die aus dem Börsengang zufließenden Mittel sollen für den Ausbau der Marktführerschaft der Gruppe in Deutschland, die Expansion in andere ausgewählte europäische Märkte, die Entwicklung von integrierten Digitalisierungsinitiativen und die Nutzung der bei jeder Transaktion gewonnenen Daten genutzt werden. 50 Millionen Franken gehen für die Rückzahlung der im Dezember fällig werdenden Unternehmensanleihe drauf. „Wir wollen unsere Marktführerschaft im Arzneimittelversandhandel weiter ausbauen“, sagte CEO Walter Oberhänsli dem Nachrichtenmagazin Focus: „DocMorris entwickelt sich Schritt für Schritt vom Arzneimittelhändler zum digitalen Gesundheitsberater.“

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