Kohl, Jahrgang 1949 und Sohn eines Metzgers aus Merzig, hatte sein Unternehmen 1979 gegründet und zunächst Medizinprodukte aus den USA importiert. Zwei Jahre später schwenkte er um auf den Reimport von Arzneimitteln aus anderen EU-Ländern. Studienfreunde – die späteren Hexal-Gründer Thomas und Andreas Strüngmann – hatten ihn auf das Konzept des Branchenpioniers Eurim aufmerksam gemacht, den der österreichische Apotheker Andreas Mohringer 1975 in Nordkirchen bei Dortmund gegründet hatte.

Seinen Faible für alles Technische bringt Kohl ins Unternehmen ein. Auf einem der ersten Macintosh-Computer fertigt Kohl in Eigenregie Werbeunterlagen für Apotheken; das Unternehmen ist auf Barrabatte im Direktgeschäft angewiesen, denn der Großhandel nimmt Reimporte in den 1980er Jahren noch nicht ins Sortiment. Als eines der ersten Unternehmen in der Branche richtet Kohlpharma 1987 eine E-Mail-Adresse ein. 1989 gibt es 20 Mitarbeiter, der Umsatz liegt bei umgerechnet 15 Millionen Euro.

Erst die Gesundheitsreformen der 1990er und einige richtungsweisende Urteile bringen Schwung ins Geschäft. Heute beschäftigt die Kohl-Gruppe mehr als 800 Mitarbeiter, der Jahresumsatz liegt bei rund 550 Millionen Euro, 99 Prozent davon werden im Importgeschäft gemacht. Der Marktanteil von Kohlpharma liegt zwischen 20 und 25 Prozent.

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