Kohl vererbt Kohlpharma

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Berlin - Reimport, Wochenblister, Apotheken-Franchise: Edwin Kohl ist mit 66 Jahren so weit entfernt vom Ruhestand, wie man sich nur denken kann. Allerdings hat er auf der Eigentümerseite jetzt den Generationswechsel hinter sich gebracht: Aus steuerlichen Gründen hat er seinen beiden Söhnen den Großteil seiner Anteile überschrieben.

Kurz vor Weihnachten übertrug Kohl seinen beiden Söhnen je 47 Prozent der Anteile an der Holdinggesellschaft Kohl Medical. Nikolaus Kohl, Jahrgang 1983, hat an der TU München BWL und Maschinenbau studiert und betreibt heute in Berlin die Softwarefirma TechN, die ein Wasserkühlsystem für Computer entwickelt hat. Philipp Kohl hat nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Privatuni Witten/Herdecke bereits im Unternehmen seines Vaters angefangen: Im vergangenen Jahr besuchte er als Außendienstler in der Vertriebsregion Stuttgart Apotheken; aktuell ist er im Innendienst tätig.

Zuvor hatte Kohl seiner geschiedenen Frau das 5-prozentige Aktienpaket abgekauft, das er ihr in den 1990er Jahren vermacht hatte. Dr. Dadja Altenburg-Kohl hatte jahrelang in der Firma mitgearbeitet und sich beispielsweise um Personalangelegenheiten gekümmert. Auch die mittlerweile an Mediq verkaufte Homecare-Sparte Assist geht auf sie zurück.

Im Sommer 2014 schied sie aus dem Management aus; heute lebt sie als Kunstmäzenin in Prag. Außerdem ist sie am Spieleverlag Amigo beteiligt. Die Ärztin war Ende der 1970er Jahre aus der Tschechischen Republik nach Deutschland gekommen und hatte zunächst als Kieferchirurgin an der Frankfurter Uniklinik gearbeitet und später als niedergelassene Zahnärztin gearbeitet, bevor sie 1986 ihren späteren Mann kennenlernte.

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