Stellungnahme

Iberogast-Bericht: Bayer schreibt an Apotheker APOTHEKE ADHOC, 24.07.2019 10:32 Uhr

Berlin - Am Wochenende wurde Bayer von einer Berichterstattung des Handelsblatts überrascht. Nach eigenen Angaben hat der Leverkusener Konzern erst aus der Presse erfahren, dass die Staatsanwaltschaft Köln wegen eines Todesfalls einer Patientin mit Leberschädigung ermittelt. Der Bericht hatte den Zusammenhang mit Bayers Magenmittel Iberogast hergestellt. Jetzt hat der Hersteller sich in einem Schreiben an die Apotheken gewandt und den Vorfall aus seiner Sicht eingeordnet. Kurzform: Bayer gibt Entwarnung.

Laut dem Handelsblatt-Bericht ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln „im Umfeld des Konzerns“ Bayer wegen Iberogast. Die Ermittlungsbehörde soll laut Bericht ein Gutachten in Auftrag gegeben haben, um einen Zusammenhang zwischen der Einnahme des Mittels und einem Todesfall im Jahr 2018 zu klären.

Bayer habe aus der Presse erfahren, dass in Bezug auf einen Todesfall in 2018 ermittelt werde, betont der Konzern in einer Stellungnahme, die an Apotheken verschickt wurde. Bei dem Fall habe eine Patientin eine Leberschädigung erlitten und sei an den Komplikationen einer nachfolgenden Lebertransplantation verstorben. „Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegen ‚unbekannt‘.“ Einzelheiten des Verfahrens seien Bayer nicht bekannt, heißt es in dem Schreiben.

Bayer habe den erwähnten Fall, der im Zusammenhang mit der Einnahme von Iberogast aufgetreten sei, „intensiv und umfassend“ analysiert. Die Analyse habe gezeigt, dass dies „höchstwahrscheinlich eine idiosynkratische Reaktion war – eine äußerst seltene, dosisunabhängige Reaktion auf Substanzen, die in der Regel von Menschen sicher toleriert werden“.

Das medizinische Nutzen-Risiko-Verhältnis der Arzneimittel und Medizinprodukte von Bayer werde über den gesamten Produktlebenszyklus kontinuierlich neu bewertet, betont der Konzern weiter. „Iberogast ist ein zugelassenes klinisch geprüftes pflanzliches Medikament zur Behandlung von funktionellen Magen- und Darmbeschwerden wie Reizmagen und Reizdarm.“ Wie alle Arzneimitttel unterliege das Präparat einer ständigen routinemäßigen Sicherheitsüberwachung, die Daten aus Studien, Literatur und Anwendung durch Verbraucher einbeziehe.

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