Neuer Warnhinweis nach Todesfall

Bayer: Iberogast-Anwenderin hatte Vorerkrankung APOTHEKE ADHOC, 12.09.2018 16:53 Uhr

Berlin - Bayer passt die Warnhinweise zu Iberogast an – nachdem das BfArM neue Verdachtsfälle zur lebertoxischen Wirkung ins Feld geführt hatte. Trotzdem legt der Konzern Wert auf die Feststellung, dass die Prüfung des Falls noch andauert und dass bei der verstorbenen Patientin womöglich Vorerkrankungen vorlagen. Die scharfe Kritik der grünen Bundestagsabgeordneten Kordula Schulz-Asche weist Bayer daher zurück.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verlangt von Bayer schon länger eine Anpassung der Warnhinweise für das Schöllkraut-haltige Magenmittel. Unter den neuen Nebenwirkungsmeldungen von Leberschädigungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Iberogast ist ein im Juli 2018 bekannt gewordener Fall eines Leberversagens mit Lebertransplantation, der tödlich endete. Schulz-Asche hatte den Fall so zusammengefasst: „Bayer gibt Widerstand gegen Aufnahme von Warnungen zu Nebenwirkungen nach Tod von Patienten auf.“

Bayer hatte gegenüber APOTHEKE ADHOC keine Details zu dem neu aufgetauchten Fall preisgeben wollen, findet die Darstellung der Abgeordneten aber jedenfalls verkürzt. Denn Schulz-Asche habe in ihrer Stellungnahme geäußert, dass erst ein Todesfall zum Einlenken des Pharmariesen geführt habe und dass dies ein verheerendes Bild auf dessen Einstellung zum Patientenwohl werfe.

„Bayer betont, dass dieser gemeldete Fall derzeit für das Unternehmen noch nicht abschließend bewertbar ist. Nach dem aktuellen Kenntnisstand von Bayer waren bei der Patientin Vorerkrankungen bekannt, die für den Krankheitsverlauf relevant sein könnten“, kommentiert ein Sprecher.

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