Purple Drank: High mit Hustenstiller

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Gesundheitsministerin Agnès Buzyn hat nun entschieden, dass Codein, Dextrometorphan, Ethylmorphin und Noscapin verschreibungspflichtig werden. In Frankreich gibt es ein Rx-Versandverbot, folglich können Kunden diese Arzneimittel dann nicht mehr über Versandapotheken beziehen. Sie möchte durch die neue Regelung einen Schlussstrich unter die „potenziell tödlichen und gefährlichen Suchtpraktiken“ ziehen. Das Ministerium folgte der Empfehlung der Expertenkommission der Nationalen Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (ANSM), die sich Ende Juni für eine Rezeptpflicht dieser Substanzen aussprach.

In Deutschland sind sowohl Codein als auch Phenothiazin ausnahmslos verschreibungspflichtig. Dextrometorphan unterliegt dagegen der Apothekenpflicht. Das rezeptfreie Opioid, entfaltet seine Wirkung über das zentrale Nervensystem und kann bei Überdosierung halluzinogene und euphorisierende Effekte haben sowie zu Rauschzuständen führen. Es ist allerdings auch möglich, dass Menschen, die den Wirkstoff sehr langsam abbauen, schon in therapeutischen Dosen diese Wirkungen bei sich bemerken können.

Über die missbräuchliche Anwendung von Dextrometorphan wird auch in Deutschland berichtet. Apotheker und PTA müssen nach § 17 Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) einem erkennbaren Arzneimittelmissbrauch in geeigneter Weise entgegentreten und bei begründetem Verdacht auf Missbrauch die Abgabe verweigern.

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