Die Folgen des Passivtrinkens

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Berlin -

Menschen, die viel Alkohol konsumieren, machen andere oft zu Passivtrinkern. Mit dem Wort bezeichnen Experten Kinder und Erwachsene, die unter dem Alkoholmissbrauch leiden. Kinder trifft es am stärksten.

Zigtausende Menschen leiden jedes Jahr als Passivtrinker unter den Folgen von Alkoholmissbrauch anderer, sei es als Unbeteiligter, der von betrunkenen Fußballfans angepöbelt wird, als Ungeborenes im Bauch trinkender Schwangerer oder als Kind von Alkoholikern.

„Kinder, die mit alkoholkranken Eltern leben, können der Situation kaum entkommen“, sagt Raphael Gaßmann von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in Hamm. In solchen Familien komme es überdurchschnittlich oft zu Missbrauch und Gewalt. Ein bis zwei Millionen Kinder wachsen nach DHS-Angaben in Familien mit Alkoholproblemen auf und sind in ihrer Entwicklung gefährdet.

„Unsicherheit, Unberechenbarkeit und Angst hinterlassen Spuren bei diesen Kindern“, sagt Gaßmann. Die Chance sei groß, dass sie später selbst suchtkrank werden und psychische Störungen entwickeln. Jede fünfte bis sechste Schwangere trinke außerdem zumindest gelegentlich Alkohol und setze damit die Gesundheit des Kindes aufs Spiel.

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