Update Impfstoffe

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Berlin - Die Forschung bei den Corona-Impfstoffen geht weiter voran. Biontech erhält die Notfallzulassung für die Booster-Impfung, Valneva hält an seinem Totimpfstoff fest und in Indien ist seit rund drei Wochen der erste DNA-Impfstoff zugelassen. Um im kommenden Jahr auch Kinder impfen zu können, arbeiten Biontech und Moderna mit Hochdruck an neuen Studiendaten.

Notfallzulassung für Booster

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine dritte Impfung mit Comirnaty als Booster mittels Notfallzulassung erlaubt. Menschen über 65 Jahren und alle, die zu einer Hochrisikogruppe gehören, haben demnach Anspruch auf die dritte Injektion. Studien zeigen, dass eine Auffrischungsdosis mit dem mRNA-Impfstoff hohe Neutralisationstiter gegen Sars-CoV-2 und alle derzeit getesteten Varianten hervorruft. Die Booster-Impfung soll sechs Monate nach der zweiten Spritze gegeben werden. Die Nebenwirkungen ähneln in Art und Schwere denen nach der Grundimmunisierung.

Biontech veröffentlicht die ersten Daten aus der zulassungsrelevanten Studie für Kinder. Innerhalb dieser Studie wird das Vakzin an 5- bis 11-Jährigen getestet. Bisher zeigt sich ein gutes Verträglichkeits- und Wirksamkeitsprofil. Die Proband:innen entwickelten hohe neutralisierende Antikörpertiter. Auch Kinder dieser Altersgruppe erhalten zwei Dosen im Abstand von drei bis sechs Wochen. Pro Spritze sind jedoch nur 10 µg mRNA-Impfstoff enthalten. Eine Dosis für Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene enthält 30 µg Wirkstoff.

Valneva weitet Studien aus

Valneva setzt die Ausweitung der klinischen Studien zu seinem inaktivierten Covid-19-Impfstoffkandidaten VLA2001 trotz des Rückschlags in Großbritannien fort. Anfang September startete die Arzneimittelbehörde MHRA mit der Überprüfung der Vakzine. Eine Woche später kündigte Großbritannien den Liefervertrag auf. Angebliche Verstöße gegen die Liefervereinbarungen seitens des österreichisch-französischen Impfstoffherstellers sollen dazu geführt haben, dass die unterzeichneten Lieferverträge gekippt wurden.

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