Totimpfstoff: Valneva liefert positive Impfstoffdaten

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Berlin -

Der französisch-österreichische Biotech-Konzern Valneva setzt bei der Impfstoffentwicklung auf die Technologie der Totimpfstoffe. Mittels Rolling-Review-Verfahrens soll das Vakzin in der EU zugelassen werden. Die Impfstoffkampagne könnte durch einen Totimpfstoff einen neuen Push erhalten, denn viele Bürger:innen warten auf genau diese Impfstoffe. Neben Valneva arbeitet auch Novavax an einem Totimpfstoff.

Das Vertrauen in die seit Jahrzenten bekannte Impfstofftechnologie ist hoch. Viele verunsicherte Bürger:innen warten auf die Zulassung eines Totimpfstoffes. Nun liefert Valneva neue positive Studiendaten zu seinem Impfstoffkandidaten, sodass eine Zulassung näher rückt.

Totimpfstoff zeigt breite T-Zell-Reaktion

Der Totimpfstoff von Valneva zeigt eine starke Antikörperantwort, informiert der französisch-österreichische Hersteller. Dabei sei auch die T-Zell-Reaktion breit aufgestellt. Diese ersten Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie lassen auf eine baldige Zulassung hoffen. Die EU wird das Vakzin, wie die bisher zugelassen Impfstoffe auch, im Rahmen eines Rolling-Review-Verfahrens prüfen.

Beim hochgereinigten inaktivierte Vollvirus-Impfstoffkandidaten VLA2001 auf Basis von Verozellen handelt es sich um den ersten in Europa entwickelten inaktivierte Covid-19-Impfstoff.

Im Vergleich zu Vaxzevria (AZD1222, AstraZeneca) zeigte der Kandidat von Valneva überlegene Titer der neutralisierenden Antikörper, so das Unternehmen. Gleichzeitig konnte eine breite T-Zell-Antwort mit antigenspezifischen IFN-Gamma-produzierenden T-Zellen gegen die S-, M- und N-Proteine gezeigt werden. Die Serokonversionsrate der neutralisierenden Antikörper lag laut Valneva bei über 95 Prozent. Auch in Sachen Nebenwirkungen schnitt VLA2001 besser als der Vektorimpfstoff von AstraZeneca ab.

Impfung mit traditionellerem Ansatz

„Die geringe Reaktogenität und die starke funktionelle Antikörperantwort sowie die breiten T-Zell-Reaktionen, die mit diesem adjuvantierten inaktivierten Ganzvirusimpfstoff beobachtet wurden, sind beeindruckend und äußerst ermutigend. Dies ist ein viel traditionellerer Ansatz der Impfstoffherstellung als die bisher im Vereinigten Königreich, in Europa und Nordamerika eingesetzten Impfstoffe, und diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass dieser Impfstoffkandidat auf dem besten Weg ist, eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Pandemie zu spielen“, erläutert Adam Finn, Professor für Pädiatrie an der Universität Bristol, Leiter der klinischen Studie.

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