Valneva: Totimpfstoff kommt aus Dessau

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Berlin -

Der Impfstoffkandidat von Valneva steht kurz vor der Zulassung. Nach anfänglichen Verhandlungsschwierigkeiten wurde Mitte November ein Liefervertrag über 60 Millionen Dosen mit der EU-Komission geschlossen. Und auch bei der Produktion gibt es Neuigkeiten: VLA2001 soll in Sachsen-Anhalt beim Auftragsfertiger IDT Biologika hergestellt werden.

IDT Biologika wird die Herstellung des Totimpfstoffes von Valneva zum Teil übernehmen. Aufgrund des abgeschlossenen Liefervertrages mit der EU-Kommission über 60 Millionen Dosen innerhalb von zwei Jahren musste ein zusätzlicher Standort zur Produktion gefunden werden. Bislang wird der Impfstoffkandidat in Schottland hergestellt. Nun sollen die Produktionskapazitäten um die Anlagen der Biosicherheitsstufe 3 von IDT Biologika erweitert werden.

„IDT ist ein etablierter Partner innerhalb des Produktionsnetzwerks von Valneva“, so Thomas Lingelbach, CEO von Valneva. „Diese Zusammenarbeit wird dazu beitragen, dass unser inaktivierter Impfstoff für einen schnellen Einsatz zur Verfügung steht, da wir weiterhin davon überzeugt sind, dass unser differenzierter Impfstoffkandidat einen wichtigen Beitrag zum weltweiten Kampf gegen die Covid-19-Pandemie leisten kann.”

Vorbehaltlich der ausstehenden Genehmigung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) plant Valneva die Auslieferung des Impfstoffes ab April 2022.

Bei dem Vakzin von Valneva handelt es sich um eine klassische, seit 60 bis 70 Jahren eingesetzte Impfstofftechnologie. Dieses Verfahren kommt auch bei vielen Grippeimpfstoffen und Impfstoffen für Kinderkrankheiten zum Einsatz. In Studien zeigt der Totimpfstoff eine hohe Wirksamkeit: Der Kandidat zeigt eine starke Antikörperantwort und eine breit aufgestellte T-Zell-Reaktion.

Bereits angepasster Kandidat in der Prüfung

Valneva setzt gleich auf zwei Impfstoffkandidaten. Sowohl VLA2001 als auch VLA2101 basieren auf inaktivierten Viren. VLA2101 nutzt jedoch bereits eine Variante von Sars-CoV-2, diese ist aber nicht näher spezifiziert. Seit August befindet sich der Impfstoff in der klinischen Phase-III-Prüfung (Australien). Beide Vakzine nutzen Adjuvantien, um eine bessere Wirksamkeit zu erzielen.

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