4 Impfstoffe in der EU – Weltweit mehr als 20

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Berlin -

In der EU sind aktuell vier Impfstoffe gegen Corona zugelassen. Zwei mRNA-Impfstoffe und zwei Vektorimpfstoffe. In den kommenden Wochen könnten mit den Kandidaten von Novavax und Valneva zwei weitere Vakzine folgen. Weltweit sind bereits mehr als 20 Impfstoffe zugelassen. In vielen Teilen der Welt wird bereits mit Totimpfstoffen geimpft.

Weltweit sind über 20 Impfstoffe zugelassen. Darunter unter anderem zwei mRNA-Impfstoffe, ein DNA-Impfstoff, fünf Vektorimpfstoffe und neun Totimpfstoffe, von denen fünf den Subunit-Impfstoffen zuzuordnen sind. Die beiden mRNA-Impfstoffe Comirnaty (Biontech) und Spikevax (Moderna) sind auch in der EU zugelassen. Der DNA-Impfstoff ZyCoV-D des indischen Pharmaunternehmens Cadila Healthcare ist aktuell nur in Indien zugelassen.

Kaum vollständige Zulassungen

Die wenigsten Impfstoffe haben eine vollständige Zulassung. Zumeist handelt es sich um Notfall- oder bedingte Zulassungen. So ist Vaxzevria (AstraZeneca) beispielsweise nur in Australien und Brasilien vollständig zugelassen. Comirnaty (Biontech) ist bereits in zehn Ländern vollständig zugelassen: Australien, Brasilien, Neuseeland, Saudi Arabien, Schweiz, USA, Marshallinseln, Palau und den Föderierten Staaten von Mikronesien. Janssen hat in der Schweiz und Australien eine vollständige Zulassung, wobei Australien aktuell auf die Impfung mit dem Vektorimpfstoff verzichtet. Der mRNA-Impfstoff von Moderna hat in Großbritannien, der Schweiz, Kanada und Australien eine vollständige Zulassung.

Fünf Vektor-Impfstoffe

Neben Vaxzevria (AstraZeneca) und dem Covid-19 Vaccine Janssen (Janssen) sind außerhalb der EU noch drei weitere Vektor-Impfstoffe zugelassen: Sputnik V, Sptunik Light (beide Russian Gamaleya Research Institute of Epidemiology and Microbiology) und Convidecia (CanSino Biologics in Zusammenarbeit mit dem Beijing Institute of Biotechnology of the Academy of Military Medical Sciences). Der Unterschied der beiden russischen Impfstoffe: Sputnik V basiert auf zwei verschiedenen Adenoviren-Vektoren, die im Abstand von vier Wochen verimpft werden und Sputnik Light basiert nur auf einem adenoviralen Vektor.

Sputnik V hat in Russland selbst nur eine Notfallzulassung. Vollständig zugelassen ist der Impfstoff nur in Turkmenistan und Usbekistan. Der chinesische Vektor-Impfstoff Convidecia hat lediglich in China eine volle Zulassung. In weiteren Ländern wie Argentinien, Chile und Ecuador hat der Impfstoff eine Notfallzulassung erhalten.

Wirkungsweise: Vektorimpfstoffe arbeiten mit für den Menschen ungefährlichen Viren als „Übermittler“ des Antigens. Dabei kann entweder ein Molekül aus der Vektor-Virushülle gegen ein Molekül aus der Hülle des Krankheitserregers ausgetauscht werden oder der Vektor enthält die Information zum Aufbau von Antigenen des Krankheitserregers. Im letzteren Fall dringt der Impfstoff bis in den Zellkern der menschlichen Zelle vor. Denn die DNA des Adenovirus muss im Zellkern in mRNA umgeschrieben werden.

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