Klinik richtet „Drive-In“ für Coronavirus-Test ein

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Berlin -

Bei Verdacht einer Infektion mit dem Coronavirus können sich Patienten in Groß-Gerau im eigenen Auto untersuchen lassen. Die Kreisklinik in Südhessen nimmt seit dem Wochenende auch Abstriche durch das Autofenster. 

„Der Drive-In für Corona-Tests wird als Alternative zur normalen Untersuchung in unserer MVZ-Praxis angeboten“, sagte Krankenhaussprecher Martin Wohlrabe. Die Patienten fahren dazu an einen Hintereingang, wo eine medizinische Fachkraft durch das Fahrerfenster einen Nasenabstrich macht. Die Möglichkeit werde bisher gut angenommen. Zuvor hatten mehrere Medien über das Thema berichtet.

Sechs Tests seien mit diesem Verfahren bisher gemacht worden. Alle waren negativ. Für die Klinik bietet das Verfahren große Vorteile: „Durch das Angebot, sich auch im eigenen Fahrzeug testen zu lassen, bleiben Verdachts-Patienten sozusagen in ihrer eigenen Quarantänestation“, erklärte Geschäftsführerin Erika Raab. Die medizinische Fachkraft, die die Abstriche nimmt, trage entsprechende Schutzkleidung. „Andere Klinikbedienstete und Patienten kommen mit dem Verdachtsfall nicht in Berührung. So wird die Gefahr einer Ansteckung deutlich minimiert.“ Die meisten Patienten seien verunsichert, weil die Symptome einer Grippe ähneln, sagte Raab. Die häufigsten Beschwerden seien dabei „Schnupfen, Husten, Heiserkeit und vor allem Angst.“

Seit Bekanntwerden des Drive-In hat die Klinik 30 Anfragen von Leuten bekommen, die sich testen lassen wollen. Doch auf eigene Initiative vorbeizufahren geht nicht. „Wichtig ist: Die Patienten sollten vorher überprüfen, ob bei ihnen ein begründeter Verdacht vorliegt.“ Dann sollten sie sich telefonisch anmelden. Der Drive-In-Test solle ein Zusatzangebot bieten und keine spontanen Schnelltests auslösen. In Hessen wurde das Coronavirus bisher bei zwölf Menschen nachgewiesen.

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