Kurzzeitige Engpässe behoben

Weil Filter fehlten: Kindernasensprays als Mangelware

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Berlin -

Nasensprays für Kinder gehören das ganze Jahr über zu den Verkaufsklassikern in der Apotheke, denn Infekte bei den Kleinsten treten nicht nur im Herbst und Winter auf. In den vergangenen Wochen kam es zeitweise zu Lieferschwierigkeiten bei einigen Herstellern – mittlerweile hat sich die Situation jedoch wieder entspannt.

Die meisten Apotheken sind mit Nasensprays von verschiedenen Herstellern gut bevorratet, denn täglich gehen sie über den HV-Tisch. Dennoch machten sich in den vergangenen Wochen Lücken in der Sichtwahl breit: Neben den Produkten von Stada – darunter Nasenspray AL und Snup – gab es auch bei Ratiopharm Probleme. Zuletzt hatten auch Lieferengpässe bei Säuglings-Nasentropfen in Apotheken für Schwierigkeiten gesorgt.

Engpässe bereits behoben

Auf Nachfrage bestätigt Stada, dass die Kindernasensprays „kurzzeitig nicht voll lieferfähig“ waren. „Grund hierfür waren Engpässe bei der Beschaffung spezieller Filter, die in den Nasensprays enthalten sind“, so eine Sprecherin. Mittlerweile seien die Engpässe jedoch behoben. „Wir können wieder auf normalem Niveau produzieren und den Rückstand in der Auslieferung zeitnah aufholen.“

Teva erklärt ebenfalls, dass es einen Lieferengpass bei den Kindernasensprays gibt. Er sei auf einen erhöhten Bedarf im Markt zurückzuführen. „Unsere Pharmaproduktion arbeitet mit Hochdruck daran und es fließt auch kontinuierlich Ware in den Markt. Es kommt aber dazu, dass wir mit der einen oder der anderen Variante über 2 bis 3 Wochen defekt sind, bis wir wieder Ware zur Verfügung stellen können.“ Damit dürfte sich die Liefersituation künftig wieder entspannen.

Kindernasensprays im Überblick

Abschwellende Nasensprays mit dem Wirkstoff Xylometazolin stehen in der Kinder-Dosierung mit 0,05 Prozent glücklicherweise von verschiedenen Herstellern zur Verfügung. Oft sind neben dem Alpha-Sympathomimetikum auch pflegende Zusätze wie Dexpanthenol oder Hyaluronsäure enthalten, um die gereizten Schleimhäute zu pflegen.

Durch die Anwendung von Xylometazolin verengen sich die Blutgefäße in der Nase, wodurch die Schleimhäute abschwellen und gestautes Sekret abfließen kann. Somit kann der Wirkstoff bei allen Arten von Schnupfen verwendet werden: Die Indikationsgebiete umfassen sowohl Fließschnupfen wie auch allergischen Schnupfen.

Die Dosierung von 0,05 Prozent ist für Kinder zwischen 2 und 6 Jahren geeignet: Zwei bis dreimal täglich kann jeweils ein Sprühstoß pro Nasenloch appliziert werden. Insgesamt sollte die Anwendungsdauer nicht länger als fünf Tage betragen. Andernfalls kann es zu einem Gewöhnungseffekt kommen.

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