Umsatzeinbußen

Baustelle vor der Apotheke: „Ich kann so nicht überleben“ Silvia Meixner, 17.07.2017 10:24 Uhr

Berlin - Sommerzeit ist Baustellenzeit. Viele Apotheker plagen deshalb Existenzängste. Sie fragen sich besorgt, wie lange ihre Kunden noch lächelnd Baugruben oder Pflastersteinberge überwinden werden. Oder ob sie nicht doch lieber weiterfahren zur nächsten Apotheke. Für einige ist die Baustelle vor der Haustür existenzbedrohend. Glücklich, wer treue Stammkunden hat!

In der Löwen-Apotheke im anhaltinischen Köthen machen Bauarbeiten den Alltag derzeit zur Qual. Sie begannen ohne jegliche Ankündigung von Seiten der Stadt. Als Apothekerin Katharina Pfeiffer am vergangenen Montag zur Arbeit kam, rückten Bauarbeiter an, die Absperrungen aufstellten. Sie hätte sich über eine Information gefreut, um ihre Kunden vorab in Kenntnis setzen zu können.

Gegenüber der Lokalpresse gab die Pressesprecherin der Stadt Köthen zu, dass man die „Information der Anlieger leider versäumt“ habe. Dabei verlässt sich das Amt auf die Presse, die dann hoffentlich darüber berichtet. Wenn nicht, erfährt der Rest der Welt eben nicht, was die Stadt plant.

Derzeit wird der Pflastersteinboden auf dem Köthener Marktplatz erneuert. Die jahrhundertealten Mauern des denkmalgeschützten, mehr als 400 Jahre alten Gebäudes der Löwen-Apotheke haben während der Bauarbeiten Risse bekommen. Der vermeintliche Grund: Der Pflastersteinboden auf dem Marktplatz wird erneuert. Die Maschinen, mit denen die Pflastersteine festgedrückt werden, erzeugen massive Schwingungen.

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