Hilfstaxe

Rabatt-Eigentor der Kassen? APOTHEKE ADHOC, 21.02.2018 07:58 Uhr

Berlin - Die Apotheker fühlen sich gegenüber den Krankenkassen massiv benachteiligt und klagen gegen den Schiedsspruch zur Hilfstaxe. Doch aus der Sicht betroffener Zyto-Apotheker schneiden sich die Kassen mit dem neuen Rabattsystem sogar teilweise selbst ins Fleisch: Wenn die Apotheken die Herstellung für sie defizitärer Sterilrezepturen nicht mehr übernehmen, müssten die Kassen wieder Fertigarzneimittel bezahlen.

Mit der neuen Hilfstaxe wurde unter anderem ein pauschaler Rabatt von 1,6 Prozent auf Originalpräparate festgelegt. Der GKV-Spitzenverband hatte dem Vernehmen nach im Schiedsverfahren sogar 3 Prozent Rabatt gefordert. Stadler vermutet, dass etwaige Skonti einfach mit einberechnet wurden.

Zyto-Apotheker Dr. Franz Stadler kontert: „Skonti stehen hier nicht zur Debatte, da Apotheken meines Wissens von den Kassen auch weder eine Einzugsermächtigung noch ein verkürztes Zahlungsziel erhalten, Apotheken im Gegenteil und in aller Regel die Ware aber für die Kassen kostenlos vorfinanzieren.“ Aber selbst unter Hinzuziehung der Skonti sei es in vielen Fällen für zubereitende Apotheken unmöglich, die geforderten 1,6 Prozent Generalrabatt für Originalia zu erzielen.

Die Hersteller reagieren laut Stadler auf entsprechende Rabattnachfragen mit „komplettem Unverständnis“, teilweise bekam er telefonisch den launigen Vorschlag, dann doch einfach das Fertigarzneimittel abzurechnen. Meistens handelt es sich laut Stadler um monoklonale Antikörper (MAK), fast immer im hochpreisigen Segment. Der durchschnittliche Bruttoumsatz bei Zubereitungen mit MAK lagen in den ersten drei Quartalen 2017 bei 2761,53 Euro, so Stadler mit Verweis auf GKV-Zahlen.

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