Hilfstaxe

Zyto-Apotheken empört: Das ist Enteignung Lothar Klein, 24.01.2018 14:10 Uhr

Berlin - Am Freitag hat die Schiedsstelle über die neue Hilfstaxe entschieden. Der vollständige Text liegt noch nicht vor. Allerdings sorgen die inzwischen bekannt gewordenen Details bei den Apothekern für Empörung: „Das grenzt an Enteignung, wir werden bestohlen“, reagiert ein Zyto-Hersteller auf die rückwirkende Gültigkeit der neuen Preise ab 1. November 2017. Dagegen werden der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der Verband der Zytostatika herstellenden Apothekerinnen und Apotheker (VZA) vermutlich klagen.

Vom DAV verschickt wurden inzwischen drei Seiten des Schiedsspruchs mit den neuen Abschlägen für Wirkstoffe. In der Mail heißt es, der komplette Schiedsspruch folge, sobald letzte „redaktionelle“ Änderungen erfolgt seien. Branchenkenner schließen daraus, dass einige Formulieren überarbeitet werden müssen, um eine rechtlich eindeutige Auslegung zu erreichen. „Ein Beschäftigungsprogramm für Juristen“, mutmaßt ein Branchenkenner.

Die inzwischen veröffentlichen Abschläge für die Wirkstoffe sorgen bei den Zyto-Apotheker für Kopfschütteln: „Damit lässt sich kein Geld mehr verdienen“, heißt es. „Dann mache ich Schluss mit der Zyto-Herstellung“, schimpft ein anderer. Für elf generische Produkte hat die Schiedsstelle neue Abschläge festgelegt. Statt wie bisher 30 oder 46 Prozent reichen die Werte von 59,4 Prozent bis hin zu 83,7 Prozent auf den zweitbilligsten Apothekeneinkaufspreis.

Ermittelt wurden die Abschläge aufgrund einer Markterhebung. Allerdings zeigen sich Branchenkenner skeptisch, dass diese Preise für kleine Zyto-Apotheken beim Einkauf zu realisieren sind. In diesen Fällen müssten Apotheken sogar draufzahlen. Geld verdienen können die Apotheken dann nur noch über den Arbeitspreis. Bisher gibt es für die Zytoherstellung 81 Euro.

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