Personalvermittlung

Elac-Apotheker schnappt sich Spanierinnen Eugenie Ankowitsch, 23.03.2017 10:32 Uhr

Berlin - Immer länger bleiben ausgeschriebene Stellen für Apotheker vakant. Und so suchen Apothekeninhaber mittlerweile nicht nur deutschlandweit nach qualifizierten Fachkräften, sondern auch im Ausland. Dort werden sie häufig fündig. Doch die richtige Arbeit fängt damit erst an. Bis der ausländische Kollege selbstständig in einer deutschen Apotheke arbeiten kann, vergehen in der Regel einige Monate.

Gerade einmal zwei Monate arbeitete Isabel De Miguel Madronero in ihrem Beruf als Apothekerin in Madrid, als sie wohl eine der wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens traf: Sie wagte den Sprung ins kalte Wasser und zog nach Bremerhaven. „Ich hatte schon immer Fernweh“, erzählt die junge Spanierin. Bereits zuvor sei sie viel gereist. Während ihres Pharmaziestudiums habe sie im Rahmen des Erasmus-Programms ein halbes Jahr in Frankreich verbracht. Nun sollte es eben Deutschland werden. „Ich wusste, wenn ich das jetzt nicht mache, dann mache ich es nie“, sagt sie.

Da Apotheker in Deutschland händeringend nach qualifizierten Fachkräften suchen, konnte die 26-Jährige sogar unter mehreren Angeboten wählen. Bei ihrem ersten Besuch in Deutschland hat sie sich mehrere Apotheken angeschaut. Darunter war auch die Sander-Apotheke von Thomas Anthes, der in Bremerhaven drei Guten-Tag-Apotheken betreibt. „Wir mussten es mit fünf weiteren Apotheken aufnehmen und den Kollegen aus Spanien wirklich überzeugende Argumente präsentieren“, sagt der Pharmazeut.

Es reiche allerdings nicht, ein finanziell attraktives Angebot zu machen. Um Fachkräfte für sich gewinnen zu können, müssten eine ganze Reihe weitere Faktoren ebenfalls stimmen. „Wir bemühen uns, ein hervorragendes Ausbildungsangebot auf die Beine zu stellen und die ausländischen Kolleginnen beim Erwerb von Sprachkenntnissen zu unterstützten“, so Anthes. Seinen Angaben nach werden unter anderem die Kosten für Sprachschule und Seminare übernommen, die den neuen Kollegen helfen sollen, sich in Deutschland und im deutschen Gesundheitssystem zurechtzufinden. Wichtig sei neben der Stimmung im Team aber auch Verfügbarkeit von bezahlbaren Wohnungen und das Freizeitangebot vor Ort.

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