Apotheker importiert spanische Kollegen

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Berlin - Der Apotheker Jan Möller-Holtkamp hat jahrelang in Spanien gearbeitet. Kontakt zu den Kollegen im Süden hat er weiterhin – einige von ihnen suchen aufgrund der schwierigen Arbeitsmarktlage händeringend eine Stelle. Hierzulande wiederum benötigen gerade Landapotheker Personal. Mehr zufällig entwickelte sich daraus eine Geschäftsidee.

Möller-Holtkamp war 2001 nach Spanien gezogen und hatte dort zunächst als angestellter Apotheker gearbeitet. Da er während eines Studienaufenthalts in Santiago de Chile fließend Spanisch gelernt hatte, war die Sprache für ihn kein Problem. Auch die Fachsprache lernte er recht schnell – oft ist das auch nicht sonderlich kompliziert: „Ein 'Ibuprofeno' ist ein Ibuprofen.“ Ein Jahr nach dem Umzug begann Möller-Holtkamp, als Vertreter für Care Fusion/Rowa in Malága zu arbeiten. „Durch die Arbeit hatte ich Kontakt zu vielen spanischen Apothekern“, sagt er.

Nach elf Jahren in Spanien kehrte er nach Deutschland zurück. Seine Kontakte nach Spanien brachte er mit. In Deutschland sprachen ihn vor anderthalb Jahren Apotheker an, ob er nicht möglicherweise noch Kollegen kenne, die Arbeit suchten.

Die Arbeitslosenquote ist in Spanien auch unter Akademikern sehr hoch. „Gerade Berufsanfänger haben es schwer und verdienen oft nur 1300 Euro netto pro Monat“, sagt Möller-Holtkamp. Oft werde den jungen Kollegen keine Festanstellung angeboten. Der Apotheker griff zum Telefon und konnte tatsächlich zwei spanische Apotheker finden, die nach Deutschland kommen wollten. Er brachte sie mit den Apothekeninhabern in Kontakt. „Diese ersten Vermittlungen waren wie ein Pilotprojekt. Ich habe beobachtet, wie es sich entwickelt hat“, so Möller-Holtkamp.

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