aposcope-Studie

OTC-Hersteller: Was für Apotheken wirklich zählt

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Berlin -

Rabatt, Schulung oder Display: Mit allerlei Aufwand kämpfen die OTC-Hersteller um die Gunst der Apotheken. Was den Inhabern und ihren Teams wirklich wichtig ist, verrät die aktuelle aposcope-Studie „OTC-Marktanalyse 2020 – So tickt das Apothekenteam“. Eine Entwicklung sticht besonders ins Auge.

Normalerweise sollte man erwarten, dass Produktqualität, Portfolio oder Bekanntheit entscheidende Kriterien für die Bewertung eines OTC-Herstellers sind. Das trifft auch zu, doch ein Aspekt ist in den vergangenen Jahren zunehmend wichtiger geworden: Für 92 Prozent der befragten Apotheker und PTA ist die Lieferfähigkeit entscheidend – kein anderes Kriterium wurde so häufig genannt.

Im Zeitverlauf ist eine möglichst niedrige Defektquote für die Apothekenteams immer wichtiger geworden: 2017 nannten noch drei von vier Teilnehmern dieses Kriterium, 2018 waren es schon 80 Prozent. Die Entwicklung spiegelt das aktuelle Marktgeschehen wider: Weil immer wieder auch große Hersteller mit prominenten Marken ausfallen, rückt das Thema stärker ins Bewusstsein der Fachkreise. Bei der individuellen Unternehmensbewertung wurden solche Firmen bei der aktuellen Umfrage gnadenlos abgestraft.

Vergleichsweise stabil sind die Aspekte Marge/Einkaufskonditionen (90 Prozent; hier vor allem die Inhaber), Retourenregelung (87 Prozent) und Markenbekanntheit (64 Prozent). Neu aufgenommen beziehungsweise gegliedert wurden Endverbraucherpreis (78 Prozent) und Schulungs-/Fortbildungsangebote (56 Prozent). Produktportfolio sowie Marketingangebote einerseits für das Apothekenteam und andererseits für die Endkunden sind für etwa jeden zweiten Teilnehmer wichtig.

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