Labore überlastet – PCR-Tests in Apotheken könnten helfen

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Berlin -

Eigentlich sollte das Ergebnis eines PCR-Testes binnen 24 Stunden vorliegen. Aktuell zeichnet sich jedoch ein anderes Bild ab: Nicht selten warten die Getesteten mehrere Tage, in seltenen Fällen auch eine Woche. Um die Labore zu entlasten, könnten PoC-PCR-Geräte in Apotheken eingesetzt werden. Ein positiver Schnelltest könnte direkt gegengeprüft werden.

In der Apotheke werden nur asymptomatische Personen getestet. Seit der Einführung der 2G-Plus-Regel findet man wieder lange Schlangen vor Testzentren und Apotheken. Wichtig hierbei: Es handelt sich um keine Personen, die bereits Anzeichen eines schweren Verlaufs zeigen. Darüber hinaus gehören die meisten Personen nicht den besonders vulnerablen Personengruppen an. Im Gegenteil: Häufig wird der Test für eine Veranstaltung benötigt.

Labortestungen steigen weiter

Die Labore sind an ihrer Kapazitätsgrenze. Das Testgeschehen ist hochdynamisch – die 2G-Plus-Regelungen, so sinnvoll sie auch sind, führen zu einem stark erhöhtem Testaufkommen. So melden die Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) in der aktuellen Datenanalyse aus KW 47 (22. bis 28. November) 5 Prozent mehr angeforderte Tests bei einer um 12 Prozent gestiegenen Anzahl an positiven Befunden.

18 Monate machen müde

Dabei geht es den Laborärzt:innen ähnlich wie vielen anderen Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen. „In der Situation zu sein, seit 18 Monaten dauerhaft mehr als das Maximum zu geben, macht müde“, erläutert Nina Beikert, Vorstandsmitglied der ALM. „Auch wir haben mit Personalknappheit zu tun. Durch positive Schnelltests fallen Kollegen und Kolleginen aus, bis das Testergebnis vorliegt. Und auch bei den Laboranten gibt es positive Fälle.“ Durch eine verminderte Anzahl an Mitarbeitenden verlangsamt sich der eh schon überlastete Prozess weiter.

Apotheken als Anlaufstelle für asymptomatische Fälle

Apotheken können nach rund einem Monat Pause wieder Antigenschnelltests als kostenlose Bürgertestung anbieten. Und das Angebot wird stark nachgefragt – zum einen von den noch Ungeimpfte, zum anderen von geimpften Personen, die im Rahmen der 2g-Plus-Regelungen an Veranstaltungen teilnehmen wollen. Eins haben die Personen, die die Apotheke aufsuchen, alle gemein – sie sind asymptomatisch und stellen keine medizinisch dringenden Fälle dar.

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