Immer mehr Masken – immer mehr Tests

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Ähnlich viele Produktneuheiten gibt es bei den Schnelltests. Bei den Antikörpertests sind bereits seit Wochen zahlreiche Varianten auf dem Markt. Die meisten Tests können mittels Kapillarblut IgG und IgM detektieren. Die Zuverlässigkeit dieser Tests ist unterschiedlich. Die Abgabe an den Laien durch die Apotheke ist untersagt, ein Kauf im Internet ist dagegen möglich. Apotheker und PTA können auf Nachfrage darüber informieren, dass Antikörpertests nur eine durchlaufende Infektion aufdecken können. Eine sichere Variante stellt der AProof-Test dar. Der Kunde erhält eine Probenkarte, auf die er Blut aufträgt. Die Probe wird dann in ein Labor eingesendet und ausgewertet.

Mit Inkraftreten der neuen Testverordnung rücken vor allem die Antigen-Schnelltests in den Fokus. Auch asymptomatische Personen haben Anspruch auf einen Erregernachweis. Durch den vermehrten Einsatz in Krankenhäusern und Pflege- sowie Altenheimen sollen Besuche weiterhin ermöglicht werden. Für Apotheken bedeutet das, dass sie zur Auswahl des richtigen Schnelltests gefragt werden. Die Antigen-Schnelltests unterscheiden sich nicht nur in ihren Spezifitäts- und Sensitivitätswerten, sondern auch in ihrem Umfang: Nicht alle Tests verfügen über einzeln abgepackte Pufferlösungen. Eine „Auseinzelung“ für einzelne Tests ist somit nicht möglich. Der Roche Antigen-Schnelltest enthält zwar einzeln abgepackte Lösungsbehälter, ist jedoch aktuell nur noch eingeschränkt über den Großhandel lieferbar.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) führt eine Liste über alle Antigen‐Tests zum direkten Erregernachweis des Coronavirus Sars‐CoV‐2, die Gegenstand des Anspruchs nach § 1 Satz 1 gemäß „Dritte Verordnung zur Änderung der Verordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen für den Nachweis des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS‐CoV‐2“ sind. Bislang offen bleibt die Frage nach einer externen Testung der zahlreichen Antikörper- und Antigenschnelltests. Die Herstellerangaben beziehen sich häufig nur auf wenige Durchführungen. So liegen den Sensitivitäts- und Spezifitätswerten häufig nur 100 Testungen zugrunde.

 

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