Qualifikation, Meldepflicht, Abrechnung

Coronatests in Apotheken – Was muss beachtet werden? Alexandra Negt, 23.10.2020 10:08 Uhr

Berlin - Die neue Teststrategie sieht vor, dass Antigen-Schnelltests im größeren Umfang als bisher eingesetzt werden sollen. Hierdurch sollen zum einen die Labore entlastet werden, zum anderen sollen Besuche in Kranken- und Pflegeeinrichtungen ermöglicht werden. Kommt es zur Aufhebung des Arztvorbehaltes, könnten auch Apotheken gefragt sein. Bei der Durchführung von Coronatests müssten einige Dinge beachtet werden. Ein Überblick über offene Fragen und kommende Herausforderungen – auch als Download.

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Der Entwurf eines Dritten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite sieht eine Aufhebung des Arztvorbehaltes für die Durchführung eines Corona-Schnelltests vor. Aufgrund europaweit steigender Infektionszahlen haben auch andere Länder ihre Teststrategie geändert: In der Schweiz dürfen Apotheker seit dieser Woche Tests durchführen. Vorerst werden nur Nasen-Rachen-Abstriche für PCR-Tests genommen. Eine Ausweitung auf Antigen-Schnelltests halten die Schweizer Kollegen für möglich. Deutsche Apotheken könnten vom Wissensvorsprung der Schweizer profitieren. So liegen in den Apotheken bereits gute Konzepte zur Terminvergabe, einheitliche Anmeldeformulare, Anforderungen an die Qualifikationsschulung und ein Abfallmanagement vor.

Apotheker müssen vor der Durchführung eines Nasen-Rachen-Abstrichs eingehend geschult werden. In der Schweiz sieht der Apothekerverband eine eintägige Schulung mit theoretischem und praktischem Teil als ausreichend an. Im Theorieteil werden sämtliche medizinischen Aspekte des Abstrichs erläutert sowie der Umgang mit den notwendigen Materialien erklärt. „Danach wird praktisch zunächst an Modellen geübt“, erläutert eine Mitarbeiterin des Schweizer Weiterbildungsinstituts Careum. Die Schulungen müssen nicht zwingend durch ärztliches Personal erfolgen. „Auch aus der Pflege stehen hochqualifizierte Fachpersonen hierfür zur Verfügung.“ Ähnliche Schulungen müssten auch hierzulande für Apotheker und PTA zu Verfügung stehen.

Generell müsste geregelt werden, wer die Abstriche durchführen darf. In der Schweiz führen nur Apotheker den Test durch, doch hier existiert auch kein gleichwertiger Beruf zur PTA. Die Apotheke sollte auch über die Anzahl der Kollegen nachdenken, die die Testungen durchführen: Entweder könnten alle Mitarbeiter im Wechsel testen oder nur einzelne qualifizierte Mitarbeiter. Diese Entscheidung hängt auch maßgeblich von der Teamgröße ab: Je mehr Angestellte, desto leichter wird es, einen Mitarbeiter allein für die Testungen inklusive Dokumentation und Aufklärung bereit zu stellen.

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