Corona-Tests: Bund will deutsche Firmen fördern

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Berlin -

Die Bundesregierung will Investitionen in Produktionsanlagen für Corona-Antigentests in Deutschland fördern. Das hat das Kabinett heute beschlossen. Wirtschafts- und -gesundheitsministerium werden zeitnah gemeinsam eine entsprechende Förderrichtlinie erstellen.

„Mit Antigen-Tests können wir schnell und einfach sagen, ob eine Person infektiös ist oder nicht. Wir müssen davon ausgehen, dass die Nachfrage nach Antigen-Tests weiter erheblich steigt“, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). „Mit dem Förderprogramm werden wir Investitionen in innovative Anlagen und Produkte unterstützen, um wettbewerbsfähige Produktionen von Antigen-Tests in Deutschland aufzubauen. So tragen wir zur erfolgreichen Bekämpfung der Corona-Pandemie bei, sichern Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland und werden insgesamt unabhängiger von Lieferketten.“

Bundesgesundheitsminster Jens Spahn (CDU) sagte: „Bei Schnelltests muss sich das deutsche Gesundheitswesen auf die heimische Wirtschaft verlassen können. Da die Nachfrage rasant steigt, fördern wir jetzt auch hier den weiteren Aufbau der inländischen Produktion. In einem so sensiblen Bereich wie Gesundheit brauchen wir mehr Unabhängigkeit vom asiatischen Markt.“

Das Programm soll Unternehmen unterstützen, die in Produktionskapazitäten für geeignete Point-of-Care-(PoC)-Antigentests investieren. Dabei sollen auch Anreize für Innovationen gesetzt werden. Die vorgesehenen Fördermittel in Höhe von bis zu 200 Millionen Euro werden jeweils zur Hälfte vom BMWi und vom BMG zur Verfügung gestellt.

PoC-Antigen-Tests sind einfach anwendbar, kostengünstig und liefern innerhalb von circa 15 Minuten ein Ergebnis. Sie müssen nicht im Labor bearbeitet werden. Die am 15. Oktober in Kraft getretene Coronavirus-Testverordnung (TestV) regelt den breiten Einsatz von PoC-Antigen-Tests im Gesundheitswesen. Diese Anpassung der Nationalen Teststrategie wird zu einer erheblichen Steigerung der Nachfrage nach PoC-Antigen-Tests führen.

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