Für Krankenhäuser und Pflege

Corona: 150 Millionen Schnelltests bis Ende 2021

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Berlin -

Bis Ende dieses Jahres will die Bundesregierung noch 17,5 Millionen Corona-Schnelltests bereitstellen. Im nächsten Jahr sollen weitere 130 Millionen Schnelltests folgen. Die Bestellungen laufen. Nicht verraten will die Bundesregierung, bei welchen Herstellern sie einkauft. Bereitgestellt werden sollen die Schnelltests für Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Pflegedienste. Die Kosten tragen die Krankenkassen.

Laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) gibt es beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Liste der zugelassenen Schnelltests, die von den Kassen bezahlt werden müssen. Das BMG hat sich nach eigenen Angaben in Abstimmung mit BfArM, Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und Robert-Koch-Institut (RKI) an leistungsstarke Hersteller gewendet, die in der Lage sind, „dem deutschen Gesundheitswesen monatlich Millionen von Antigentests in hoher Qualität zur Verfügung zu stellen“. Die Namen der Hersteller will das BMG nicht verraten, „da Vertraulichkeit vereinbart wurde“. Von PEI und RKI erarbeitete Mindestkriterien seien Grundlage der Hersteller für Ihre Antragstellung beim BfArM zur Aufnahme in die Liste.

Die Teststrategie sieht laut BMG vor, dass Pflegeheime und Krankenhäuser Antigen-Schnelltests „großzügig“ nutzen können, um Personal, Besucher sowie Patienten und Bewohner regelmäßig auf das Coronavirus zu testen. Pflegeeinrichtungen seien verpflichtet, dem zuständigen Gesundheitsamt ein Testkonzept vorzulegen. Das Gesundheitsamt lege dann fest, in welcher Menge eine Einrichtung Tests beschaffen kann, beziehungsweise wie viele finanziert würden. Laut Test-Verordnung kann eine stationäre Pflegeeinrichtung bis zu 20 Tests pro Bewohner und Monat erhalten. Bei ambulanten Diensten sind es 10 Tests pro gepflegte Person im Monat.

„Arztpraxen, Einrichtungen des Gesundheitswesens und Pflegeeinrichtungen bestellen die Tests selbst“, so das BMG. Wie die zur Verfügung stehenden Tests eingesetzt werden können, sei ebenfalls einrichtungsspezifisch zu entscheiden. Auch Ländervorgaben seien hierbei zu beachten. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte die Heime dazu aufgefordert, Tests auch bei Apotheken zu bestellen.

 

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