Corona-Tests bei Aral: Zwischenhändler fliegt raus

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Berlin - An einer bayerischen Aral-Tankstelle wurden Antigen-Schnelltests zum Verkauf angeboten. Ein Kunde hat den Kauf direkt an den Hersteller Medsan gemeldet, dieser reagierte umgehend und nahm Kontakt mit dem Tankwart auf. Über die Chargenrückverfolgung wurde auch der Zwischenhändler ermittelt – und gesperrt.

Nur kurze Zeit nach dem Kauf wurde Medsan über das ungewöhnliche Angebot informiert. „Die Aral Tankstelle wurde weder von Medsan beliefert noch ist diese ein Kunde von Medsan“, versichert der Hersteller. Der Verkauf wurde direkt gestoppt. Durch den gekauften Test konnte der Hersteller feststellen, woher die Packungen kamen. „Bis zum Morgen des darauffolgenden Tages konnte aufgrund der Charge der Verkaufsweg so nachvollzogen werden, dass Medsan den Verkäufer für alle weiteren Geschäfte gesperrt hat.“ Andere Aral-Tankstellen scheinen keine Antigen-Schnelltests im Angebot zu haben, der Konzern will Kontakt zu dem Pächter aufnehmen.

„Diese unverantwortliche Vorgehensweise wird von Medsan nicht geduldet, und jeder Vorfall, der Medsan zur Kenntnis gelangt, wird umgehend nachverfolgt und führt zur dauerhaften Sperre des Verkäufers“, versichert der Hersteller. Medsan bedankt sich bei dem aufmerksamen Kunden: „Der Käufer des Produktes – selber Apotheker – hat aus Sicht von Medsan das einzig Richtige getan und über seinen Ansprechpartner Medsan direkt informiert. Nur so konnte schnell und professionell vom Medsan-Team reagiert werden.“

Der Schnelltest von Medsan eignet sich im Gegensatz zu zahlreichen anderen Schnelltests gut zum Verkauf an den Endkunden, da er einzeln verpackt ist. Die meisten Antigen-Schnelltests können nur zu Verkaufseinheiten von 20 oder 25 Stück bezogen werden. Eine Einzelabgabe ist nur bedingt möglich. Teilweise liegt dem Karton nur eine Pufferlösung bei, sodass die Tests nur bei Vorliegen mehrerer Proben eingesetzt werden können. Der Medsan-Antigentest ist auch über den Großhandel zu beziehen.

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