Apotheke schwächer als Mass Market schwächer als Versandhandel

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Berlin - Die Corona-Krise traf den Bereich der Selbstmedikation in der Apotheke im vergangenen Jahr doppelt hart: Einerseits bestellten mehr Kunden im Versandhandel, andererseits brachen große Indikationen wie der Erkältungsbereich ein. In seiner aktuellen Analyse „Der Arzneimittelmarkt in Deutschland“ kommt der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) zu dem Ergebnis, dass es die Offizin sogar noch härter getroffen hat als den Mass Market.

Laut BAH wurden im vergangenen Jahr 1,42 Milliarden Packungen an rezeptfreien Arzneimitteln (apothekenpflichtig, nicht apothekenpflichtig) und Gesundheitsprodukten im Gesamtwert von 9,2 Milliarden Euro verkauft. Dazu kommen 115 Millionen Packungen im Wert von 1,5 Milliarden Euro, die auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung in den Apotheken abgegeben wurden.

Betrachtet man die einzelnen Vertriebskanäle, ergibt sich folgendes Bild:

Apotheken

  • Summe: 605 Millionen Packungen; 5,9 Milliarden Euro
  • Arzneimittel, apothekenpflichtig: 432 Millionen Packungen; 4 Milliarden Euro
  • Arzneimittel, freiverkäuflich: 38 Millionen Packungen; 321 Millionen Euro
  • Gesundheitsprodukte: 135 Millionen Packungen; 1,5 Milliarden Euro

Versandhandel

  • Summe: 176 Millionen Packungen; 2,0 Milliarden Euro
  • Arzneimittel, apothekenpflichtig: 123 Millionen Packungen; 1,2 Milliarden Euro
  • Arzneimittel, freiverkäuflich: 8 Millionen Packungen; 84 Millionen Euro
  • Gesundheitsprodukte: 45 Millionen Packungen; 728 Millionen Euro

Mass Market

  • Summe: 640 Millionen Packungen; 1,4 Milliarden Euro
  • Arzneimittel, freiverkäuflich: 57 Millionen Packungen; 187 Millionen Euro
  • Gesundheitsprodukte: 582 Millionen Packungen; 1,2 Milliarden Euro

Großer Gewinner war der Versandhandel mit Zuwächsen bezogen auf die Anzahl der Packungen von 11 Prozent im Bereich der Arzneimittel und 23 Prozent bei den Gesundheitsprodukten. Im Mass Market war zwar der Bereich der Arzneimittel um 5 Prozent rückläufig, dafür legte der Absatz bei den Gesundheitsprodukten um 3 Prozent zu. Schlusslicht sind die Apotheken mit minus 3 Prozent bei Gesundheitsprodukten und minus 9 Prozent bei den Arzneimitteln. Die Zahl der verordneten OTC-Arzneimittel war sogar um 16 Prozent rückläufig.

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