AOK kündigt Inko-Vertrag

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Berlin - Inkontinenzversorgung ist nicht nur ein Tabuthema für die Patienten, sondern wird auch mehr und mehr zum roten Tuch für die Apotheken. Aktuell kündigt die AOK Niedersachsen den Apotheken die Versorgungsverträge für aufsaugende Inkontinenzartikel.

Ab August wird in Niedersachsen alles anders, zumindest was die Erstversorgung von Patienten mit aufsaugenden Inkontinenzartikeln angeht. Die AOK will neu verhandeln und kündigt die aktuellen Verträge „fristgerecht zum 31. Juli“. Die entsprechenden Schreiben wurden kürzlich verschickt. Betroffen sind mehr als 200 Apotheken und ihre Kunden.

Die Kasse will nach eigenem Bekunden weiterhin mit den Apotheken zusammenarbeiten. Patienten können bis auf Widerruf auf der Basis der bestehenden Verträge weiter beliefert werden. Das bedeutet, dass die Apotheken ihre Kunden auf Basis von 25 Euro netto auch nach dem 1. August wie gewohnt versorgen können – soweit die Aussage eines AOK-Sprechers.

Wer ab August jedoch bei der Erstversorgung mit dabei sein will, muss ein Angebot abgeben oder den neuen Verträgen beitreten. Man kündige die Verträge turnusmäßig, um sie an die aktuellen Marktgegebenheiten anzupassen – „bei unverändert hohen Qualitätsvorgaben für die Produkte“, begründet der AOK-Sprecher den Schritt.

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