Eigenproduktion: Atemmasken mit Apothekenlogo

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Berlin -

Die Mühlen-Apotheken in Neumünster haben aus der Not eine Tugend gemacht: Atemmasken sind kaum noch zu bekommen und viele Vollzeitkräfte kommen derzeit kaum auf ihre Stunden. Apothekerin Antonie Hansen hatte deshalb eine Idee: Abends sitzt sie nach der Arbeit zuhause und näht Atemmasken für das ganze Team – in den Farben der Apotheke und mit ihrem Logo gebrandet. Das hilft nicht nur, sondern macht auch einen guten Eindruck auf die Kunden.

Menschen mit Atemmasken sind für viele ein einschüchternder Einblick: Der Mundschutz signalisiert, dass es eine gegenwärtige Gefahr gibt. In den Mühlen-Apotheken in Neumünster sieht es hingegen schon weit weniger gefährlich aus. Das Team begrüßt die Kunden einheitlich in freundlichen grünen Masken mit dem Kreuz-Logo der Apotheke. Und die sind sogar aus eigener Produktion: „Die nähe ich abends zuhause, quasi in der Nachtschicht“, sagt Hansen, angestellte Apothekerin in den drei Apotheken von Inhaber Lars-Peter Wall.

Der hat seine Mitarbeiter aus Gründen des Infektionsschutzes in Teams eingeteilt, die sich vormittags und nachmittags abwechseln – wodurch einige Vollzeitkräfte allerdings nicht mehr auf ihre Stunden kommen, Hansen zum Beispiel. „Ich mache sowieso gerade weniger Stunden, da bietet sich das als Ausgleich an“, sagt sie. Die Idee dazu sei von ihr gekommen. „Man sieht ja derzeit überall Aufrufe, Atemmasken selbst zu nähen, da dachte ich mir, ich mache das auch. Wir kriegen ja auch keine mehr.“

Also sitzt die Pharmazeutin abends ab 22 Uhr an der Nähmaschine. Früher geht es nicht wegen der beiden Kinder. Atemmasken zu nähen, sei glücklicherweise nicht sehr kompliziert. „Das ist sehr einfach, im Prinzip werden sie aus drei Stoffteilen gefaltet und dann zusammengenäht“, erklärt Hansen. Sie näht doppellagig aus kochfester Baumwolle, damit die Masken nach dem Tragen ausreichend gewaschen werden können. Das Logo kommt aus dem Plotter und wird aufgebügelt.

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