Wegen „Corona-Preisen“: Pflegepauschale steigt

, Uhr

Der Entwurf sieht neben einer Erhöhung der Pflegehilfsmittelpauschale auch einen Rettungsschirm für Zahnärzte sowie im Bereich der Heilmittelversorgung und im Bereich der Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter vor.

Im vertragszahnärztlichen Bereich führe ein deutlicher Rückgang der von den Versicherten in Anspruch genommenen Leistungsmenge dazu, dass sich die Gesamtvergütung reduziere. Um die infolge der Sars-CoV-2-Epidemie auftretenden Umsatzrückgänge in den Zahnarztpraxen zu begrenzen und zu erwartende Liquiditätsengpässe zu überbrücken, sollen die für 2020 zu leistenden Gesamtvergütungen auf 90 Prozent der in 2019 erfolgten Zahlungen festgeschrieben werden.

Im Bereich der Heilmittelversorgung während der Sars-CoV-2-Epidemie nicht erbrachte Behandlungen können in der Regel nicht nachgeholt werden. Dies habe Umsatzeinbußen zur Folge. Deshalb sieht der Gesetzesentwurf vor, an jeden zugelassenen Leistungserbringer eine einmalige, nicht-rückzahlbare Ausgleichszahlung in Höhe von 40 Prozent des im vierten Quartal 2019 von der gesetzlichen Krankenversicherung erhaltenen Vergütungsvolumens zu zahlen.

Im Bereich der Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter hätten die Einrichtungen des Müttergenesungswerks und andere Einrichtungen einen erheblichen Rückgang in den Belegungszahlen zu verzeichnen. Einige Einrichtungen mussten den Betrieb bereits gänzlich einstellen. „Sie sind deshalb mit existenzbedrohenden Erlösausfällen konfrontiert“, so der Entwurf. Daher sollen Einrichtungen des Müttergenesungswerks und gleichartige Einrichtungen sowie stationäre Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen 60 Prozent ihrer Einnahmeausfälle aus Mitteln der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds erhalten.

Der Beitrag erschien im Original bei PTA IN LOVE. Jetzt Newsletter abonnieren!

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Staatlicher Zuschuss auf Rekordniveau
Kassen: Finanzloch von 7 Milliarden Euro »
Sanktionen für Preisbrecher
Rx-Boni: Kassen warten auf DAV »
Mehr aus Ressort
Die Vorgaben sind „sinnbefreit“
Pharmazierat: Präqualifizierung ist unnötig »
Weiteres
Nur noch eine Rezeptur pro Verordnung
Platzmangel durch Hash-Code und Z-Daten»
Dosierungsangabe
Achtung Retax: >>2x»