Wegen „Corona-Preisen“: Pflegepauschale steigt

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Berlin - Wird die Monatspauschale für Pflegehilfsmittel erhöht? Aufgrund der Corona-Krise sind Pflegehilfsmittel wie Desinfektionsmittel oder Einmalhandschuhe nur eingeschränkt lieferbar und wenn, dann zu erhöhten Preisen. Die Pflegekasse zahlt maximal 40 Euro pro Monat, doch die reichen zum Teil nicht aus, um die Patienten zu versorgen. Die „Sars-CoV-2-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung“ des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) sieht eine vorübergehende Erhöhung der Pauschale vor.

Versicherte der sozialen Pflegeversicherung, die zu Hause gepflegt werden, in Wohngemeinschaften oder betreutem Wohnen leben und mindestens Pflegegrad 1 haben, haben Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel in Höhe von maximal 40 Euro pro Monat. Der GKV-Spitzenverband hat mit den Leistungserbringern einen entsprechenden Versorgungsvertrag geschlossen, in dem Höchstpreise für die einzelnen Produkte wie beispielsweise Desinfektionsmittel, Mundschutz oder Einmalhandschuhe festgelegt wurden. Doch derzeit werden aufgrund der Corona-Pandemie vor allem Schutzkleidung und Desinfektionsmittel verstärkt nachgefragt und zu erhöhten Preisen angeboten. Darüber ist auch der GKV-Spitzenverband informiert.

„Dem GKV-Spitzenverband liegen ebenfalls Hinweise verschiedener Leistungserbringer und von deren Verbänden vor, wonach die Einkaufspreise insbesondere für Desinfektionsmittel aufgrund der Corona-Krise erhöht wurden“, teilt eine Sprecherin mit. „Eine Änderung der Vergütungen hätte zur Folge, dass die Versicherten angesichts der gesetzlichen Begrenzung auf 40 Euro pro Monat unter Umständen nicht mehr hätten ausreichend versorgt werden können oder darüberhinausgehende Kosten zulasten der Versicherten gehen würden.“ Daher sei der GKV-Spitzenverband frühzeitig mit dem Ziel der Erhöhung der Pauschale an das BMG herangetreten. So solle sichergestellt werden, „dass die Pflegebedürftigen auch weiterhin mit den für sie notwendigen Pflegehilfsmitteln – grundsätzlich aufzahlungsfrei – versorgt werden können.“

Befristete Erhöhung der Pauschale

„Die Kassenartenvertreter halten aufgrund der derzeitigen Erfahrungen eine befristete Verdoppelung der Pauschale beziehungsweise die Möglichkeit, die derzeitige Pauschale zweimal in einem Kalendermonat abzurechnen, soweit die tatsächlichen Kosten diese erreichen, für angemessen“, so der GKV-Spitzenverband. „Damit soll sichergestellt werden, dass die Pflegebedürftigen auch weiterhin mit den für sie notwendigen Pflegehilfsmitteln versorgt werden können und nicht mit Aufzahlungen (Mehrkosten) belastet werden.“

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