Umfrage: Lauterbach soll Gesundheitsminister werden

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Berlin - Karl Lauterbach könnte Bundesgesundheitsminister werden, das ist nach wie vor ein realistisches Szenario. Rückendeckung gibt ihm dabei wohl sein Ansehens- und Bekanntheitsschub während der Coronapandemie. Einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa zufolge ist Lauterbach in der Bevölkerung der beliebteste Wunsch-Minister der Sozialdemokraten.

Die Chancen, dass Armin Laschet noch eine Bundesregierung unter seiner Führung zustande bringt, scheinen stündlich zu sinken. Olaf Scholz hat Oberwasser. Das spiegelt sich auch in aktuellen Umfragen: Insa hatte für die Bild-Zeitung in Erfahrung gebracht, wen die Menschen im Kanzleramt sehen wollen. Das Ergebnis ist eindeutig: 43 Prozent der Befragten wünschen sich Scholz, Laschet erhält mit 13 Prozent nicht einmal ein Drittel an Zustimmung. Selbst unter Unions-Wählern wollen nur 38 Prozent der Befragten einen Bundeskanzler Laschet. Brisant mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen: Selbst unter FDP-Wählern hat Scholz mit 38 Prozent fast dreimal so hohe Zustimmungswerte wie Laschet, der auch hier nur auf 13 Prozent kommt.

Wer in einer möglicherweise SPD-geführten Bundesregierung welchen Ministerposten innehätte, steht zwar noch längst nicht fest, geht es nach der Stimmung in der Bevölkerung, wäre aber zumindest eine Personalie gesetzt: 30 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Karl Lauterbach als Teil der nächsten Bundesregierung sehen wollen. Infrage käme wohl nur das Amt als Gesundheitsminister. Dass der Rheinländer das Angebot dankend annehmen würde, hat er bereits mehr im Wahlkampf klargemacht. „Ich würde das Amt nicht ablehnen”, so Lauterbach auf die Frage, was er tun würde, wenn man ihm das Amt des Bundesgesundheitsministers anträgt.

Unwahrscheinlich ist das nicht: Lauterbach agiert aus einer starken Position heraus, nachdem er sich während der Pandemie als Erklärer und Mahner profiliert hat. Damit war er auch an der Wahlurne erfolgreich: Obwohl mit Platz 23 auf der Landesliste nicht abgesichert war, schaffte er den Wiedereinzug souverän. In seinem Wahlkreis holte er fast 7 Prozent mehr als bei der letzten Bundestagswahl und zählt mit 45,6 Prozent zu den erfolgreichsten Direktkandidaten der SPD.

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