GSAV

Spahn verzichtet auf Zyto-Zuschuss APOTHEKE ADHOC, 22.01.2019 17:44 Uhr

Berlin - Die Zyto-Apotheker bekommen keine höheren Arbeitspreise und die Kassen keine Ausschreibungen über entsprechende Wirkstoffe. Im überarbeiteten Entwurf für das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) fehlen die ursprünglichen Passagen. Neu ist, dass die Aufsichtsbehörden in den Apotheken auch die Abrechnungsunterlagen einsehen sollen.

Dadurch werde gegenüber der Überwachungsbehörde transparent, ob Wareneingang und abgerechneter Warenausgang übereinstimmen, heißt es zur Begründung. „Damit können zum Schutz der Patientinnen und Patienten zum Beispiel Unterdosierungen bei der Herstellung von Arzneimitteln aufgedeckt werden.“ Außerdem sind – wie bereits im ersten Entwurf – mehr unangemeldete Kontrollen geplant. Auslöser für die Neuregelung war der Fall des Pfusch-Apothekers aus Bottrop, der Arzneimittel zur parenteralen Anwendung bewusst unterdosiert hatte.

Nach Spahns ursprünglichen Plänen sollte für die Zubereitung von Sterilrezepturen künftig ein fester Arbeitspreis von 110 Euro abgerechnet werden können. Das wäre eine deutliche Erhöhung gewesen, bisher liegt der Betrag je nach Produktgruppe etwa bei 81 Euro (Zytostatika) oder 71 Euro (Antikörper). Anstelle des Listenpreises sollten die Kassen abzüglich Abschlag künftig nur noch den tatsächlichen Einkaufspreis bezahlen. Geplant waren in diesem Zusammenhang einheitliche regionale Rabattverträge für alle Kassen.

Dieser Passus fehlt im Entwurf vom 22. Januar komplett; dem Vernehmen nach waren die Kassen nicht bereit, die Mehrausgaben von rund 120 Millionen Euro zu übernehmen. Laut BMG sollten die Rabattverträge eigentlich zu Einsparungen von rund 300 Millionen Euro führen, demnach hätten im Bereich der Sterilherstellung die Kassen um 180 Millionen Euro entlastet werden können.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr aus Ressort

Weiteres
Markt

Pharmaskandal

Lunapharm fordert Entschädigung vom Land»

Pharmakonzerne

Bayer-Aufsichtsrat: Chefwechsel bringt nichts»

Blisterzentren

Blister 5 wird Multidos»
Politik

Parkplätze fehlen

Kindergarten sorgt für Kundenschwund»

„Er schafft 'ne Menge weg“

Merkel lobt Spahn»

AVWL kritisiert Kabinettsbeschluss

Michels: Spahn schwächt die Apotheken»
Internationales

Amazon

NHS bietet Sprechstunde bei Alexa»

Marektingmethoden

Reckitt: Milliardenstrafe wegen Suboxone»

Nach Wirksamkeitsstudie

Frankreich streicht Homöopathie auf Rezept»
Pharmazie

Allergenpräparate

ALK: Pangramin Ultra geht»

Kolorektalkarzinom

Zulassungsstudien für Stivarga-Kombi»

Neuroleptika

Fluanxol: Filmtablette statt Dragee»
Panorama

Seltenes Phänomen

Siamesische Zwillinge in Berlin geboren»

Demenzfreundliche Apotheke

Landsberger Apotheker als Frühwarnsystem  »

Spendenaktion

PTA IN LOVE Summer Tour: 4000 Euro für Kinderhospize»
Apothekenpraxis

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Spahn legt nach: Entwurf für ein Apothekenverteidigungsgesetz»

Securpharm

2D-Code-Panne auch bei Teva»

Gürtelrose-Impfstoff

Shingrix weiter knapp: Apothekerin ist sauer»
PTA Live

Weinkönigin

PTA-Schülerin und Majestät»

Gesangswettbewerb

Revoice of Pharmacy: Die Jury tagt»

WIRKSTOFF.A

Die PTA IN LOVE Summer Tour zum Nachhören»
Erkältungs-Tipps

Erkältungen in der warmen Jahreszeit

Mythos Sommergrippe»

Frische Brise

Erkältet durch die Klimaanlage»

Superinfektionen

Tonsillitis: Hochansteckende Halsentzündung»
Magen-Darm & Co.

Motilitätsstörungen

Sodbrennen: Wenn sich die Magensäure verirrt»

Unverträglichkeiten

Beratungstipps bei Nahrungsmittelallergien»

Emesis

Tipps bei Übelkeit und Erbrechen»
Kinderwunsch & Stillzeit

Schwangerschaft

Das erste Trimester: Von der Befruchtung bis zur Organentwicklung»

Frühschwangerschaft

B-Vitamine: Geheimwaffe für Schwangere»

Familienplanung

5 Tipps zum Kinderwunsch»