Kassen und Apotheker kommentieren GSAV

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Berlin - Im Rahmen der Verbändeanhörung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zum Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) haben sich auch die Krankenkassen zu Wort gemeldet. GKV-Spitzenverband und AOK-Bundesverband kritisieren unter anderem die Erhöhung des Arbeitspreises für die Zyto-Herstellung. Die Privaten Krankenkassen (PKV) möchten sich hingegen den Neuregelungen für GKV-Patienten anschließen. Und der VZA fordert wie die ABDA einen Arbeitspreis von 129 Euro plus 3 Prozent Risikozuschlag.

Wie die ABDA setzt sich auch der Verband Zytostatika herstellenden Apothekerinnen und Apotheker (VZA) in seiner Stellungnahme für die Erhöhung des Arbeitspreises für Apotheken ein. VZA-Präsident Dr. Klaus Peterseim und Vizepräsident Michael Marxen fordern auf der Grundlage des REFA-Gutachtens, das die Kostenstruktur einer herstellenden Apotheke exakt dokumentiert, einheitlich für alle sterilen Rezepturen einen Arbeitspreis von 129 Euro. Die im Gesetzentwurf genannten 110 Euro reichten nicht aus. Zudem hält der VZA angesichts weiterer zwangsläufig anfallender Kosten im Bereich der Warenwirtschaft einen zusätzlichen, an die Regelung für Fertigarzneimittel angelehnten Handlingszuschlag in Höhe von 3 Prozent auf den abrechenbaren Wirkstoffpreis für unabdingbar.

Der Wirkstoff für alle parenteralen Zubereitungen solle grundsätzlich zum Apothekeneinkaufspreis abzurechnen sein, wenn nicht für Wirkstoffe mit Rabattvertrag alternativ zum Apothekeneinkaufspreis ein marktnaher Basispreis als Abrechnungsgrundlage zwischen GKV-Spitzenverband und Deutschen Apothekerverband (DAV) vereinbart worden sei. Der VZA fordert klare, transparente und jederzeit nachvollziehbare Abrechnungsregelungen. Die permanenten Auseinandersetzungen zwischen GKV-Spitzenverband und dem DAV über Einkaufspreise und Abschläge müssten bendet werden. Der Gesetzgeber habe einen Lösungsweg vorgezeichnet, der jetzt mit klaren Regelungen fortzuführen und auszufüllen sei.

Wichtigstes Ziel müsse es sein, die flächendeckende, wohnortnahe Versorgung mit in der Apotheke hergestellten onkologischen und parenteralen Zubereitungen zu erhalten und damit die qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung der Versicherten wohnortnah zu gewährleisten. Eine regionale Begrenzung der Versorgung durch öffentliche Apotheken, wo nötig auch in Verbindung mit nahegelegenen Krankenhausapotheken und Herstellungsbetrieben, diene diesem Ziel ebenso wie der Arzneimittelsicherheit.

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