CDU-Vorsitz

Spahn auf Aufholjagd Tobias Lau, 16.11.2018 17:29 Uhr

Berlin - Jens Spahn ist im Wahlkampfmodus – parteiintern, aber so offensiv wie man es von ihm gewohnt ist. Gestern Abend haben die drei Spitzenkandidaten um den CDU-Vorsitz bei der ersten Regionalkonferenz in Lübeck ihre Feuertaufe im Rennen um die Parteispitze absolviert. Spahn weiß, dass er hinten liegt – und legt sich entsprechend ins Zeug.

Dem Gesundheitsminister wird eine Affinität zu sozialen Medien nachgesagt. Mit seinem neuen Eigenwerbevideo, das er pünktlich vor der ersten Regionalkonferenz veröffentlicht hat, empfiehlt er sich aber nicht gerade als Influencer: 500 Aufrufe in mehr als 24 Stunden sind zumindest kein Spitzenwert für ein Mitglied der Bundesregierung. Das Video steht seinem Vorgänger im Stil nicht nach, Spahn versucht sich mit schnellen Schnitten als junger Neustarter zu inszenieren.

Inhaltlich wird er dieses mal aber konkreter. Die CDU müsse offen debattieren, gemeinsam entscheiden und verlässlich sein. „Das war zuletzt nicht immer so, zum Beispiel bei der Migration, bei der Energiewende, bei der Wehrpflicht“, so der Gesundheitsminister aus dem Off. „Da haben wir wenig diskutiert und unüberlegt gehandelt.“ Bei grundsätzlichen Entscheidungen wolle er deshalb in Zukunft alle Mitglieder fragen. In den Diskussionen gebe es „zu viele Moralkeulen“, die CDU müsse „selbstbewusster sein und größer denken“.

Diskussion, Mitglieder, Moralkeulen: Vor 800 Parteigenossen in der Lübecker Gollan-Kulturwerft wollte Spahn nun gegenüber Friedrich Merz und Annegret Kramp-Karrenbauer Boden gutmachen. Erneuerung und Aufbruch versprechen sie alle drei, die meisten Beobachter sind sich aber einig, dass Spahn den schärfsten Ton hatte – und am nervösesten wirkte. Er will sich als Konservativer Law-and-Order-Mann profilieren und rechts fischen.

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