TK warnt vor Gendiagnostik aus der Apotheke

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Berlin -

Die Techniker Krankenkasse (TK) sieht Gendiagnostik aus der Apotheke kritisch: Bei pharmakogenetischen Tests mangele es bislang noch an ausreichenden Studiendaten, die den Patientennutzen belegten, heißt es im aktuellen Innovationsreport. Die genetischen Analysen aus Apotheken eigneten sich nicht für den Routineeinsatz.

Die Kasse weist in dem Report darauf hin, dass es in der Realität „selten nur richtig-positive und richtig-negative Ergebnisse“ gibt. Patienten, die wegen einer Biomarker-Diagnose von einer Therapie ausgeschlossen würden, werde eventuell eine Therapie vorenthalten.

Außerdem könne stratifizierende Medizin schaden, wenn sich Patienten nach dem Test etwa in einer „falschen Sicherheit“ wähnten. „Personalisierte Medizin“ und „individualisierte Medizin“ seien Bezeichnungen, die falsche Hoffnungen weckten. Laut TK sind prospektive Studiendesigns notwendig, um festzustellen, wer von den Analysen profitiert.

Laut TK drängen vermehrt pharmakogenetische Tests in den Markt: Allein 2013 seien fünf Produkte eingeführt worden. Der Generikakonzern Stada bietet derzeit vier DNA-Tests (Clopidogrel, Statine, Tamoxifen, Antidepressiva) an. Auch bio.logis ist seit 2012 in Apotheken mit DNA-Tests vertreten. Einen kompletten Fingerabdruck erstellt Humatrix.

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