ABDA-Mitgliederversammlung

Knackpunkt Rx-Boni: Nein-Front formiert sich Lothar Klein, 10.01.2019 13:35 Uhr

Die Abkehr des Gesetzgebers vom Prinzip einheitlicher Abgabepreise, so Preis weiter, werde zu „unabsehbaren Folgen in Bezug auf eine patientengerechte, sichere, flächendeckende Arzneimittelversorgung der Schwächsten in unserer Gesellschaft führen, den Alten, Schwachen und Kranken“. Schon heute führten die unfairen Wettbewerbsbedingungen zum Vorteil ausländischer Versandhändler zu immer mehr Apothekenschließungen, so Preis. Ausdrücklich positiv bewertete Preis alle Maßnahmen im Eckpunktepapier von Spahn, die die Verbesserung der pharmazeutischen Versorgungssituation der Patienten, die Stärkung der flächendeckenden Versorgung durch wohnortnahe Apotheken und die notwendige Weiterentwicklung der Honorierung zum Ziel haben.

Als „inhaltlich unausgereift“ qualifizierten die saarländischen Apothekerorganisationen Spahns Vorschläge: Zwar enthielten diese, auch vom Berufsstand geforderte gute Ansätze, in einer Gesamtschau seien die Eckpunkte allerdings abzulehnen. Dazu Claudia Berger, Vorsitzende des Saarländischen Apothekervereins: „Der Berufsstand der Apotheker ist zwar ein kleiner, aber stolzer Berufsstand, der sich nicht kaufen lässt!“

Mit dem Angebot zusätzlicher pharmazeutischer Dienstleistungen erfülle Spahn zwar eine langjährige Forderung des Berufsstandes. Aber: „Die Arzneimittelpreisbindung und der daraus resultierende gleiche Abgabepreis für in Deutschland abgegebene Arzneimittel ist weder ein Selbstzweck noch ein Schutzinstrument für deutsche Apotheken“, so Berger. Es sei sehr zu bedauern, dass der Minister „quasi in Gutsherrenart“ ein Eckpunktepapier vorgelegt habe. „Wir als Berufsstand sind bereit, in Zusammenarbeit mit dem Minister die Basis dafür zu schaffen, dass Patientinnen und Patienten in Deutschland fachlich kompetent und vor Ort beraten und versorgt werden. Basis dafür sind aber rechtlich zuverlässige Rahmenbedingungen, die das Eckpunktepapier bei Weitem nicht erfüllt. Hier besteht erheblicher Nachbesserungsbedarf“, so Berger weiter.

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