ABDA-Studie

Hier hakt es beim eMedikationsplan APOTHEKE ADHOC, 12.04.2019 08:18 Uhr

Berlin - Um einen sinnvollen Einsatz von elektronischen Medikationsplänen zu gewährleisten, müssen die Verwaltungssysteme von Apotheken und Arztpraxen harmonisiert und der bundeseinheitliche Medikationsplan (BMP) in deren Primärsoftware integriert werden. Zu diesem Schluss kommt die ABDA in ihrer nun veröffentlichten Auswertung ihres Projektes „Primärsystem-Integration des Medikationsplans mit Akzeptanzuntersuchung“ (PRIMA). Trotz einiger technischer Schwierigkeiten sei das Fazit der Studienteilnehmer aber positiv ausgefallen.

Der einheitliche Medikationsplan soll eigentlich die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) erhöhen, indem er bei Apothekern und Ärzten Klarheit über die eingenommenen Arzneimittel eines Patienten schafft. In der Realität stiftet er aber im Gegenteil oft Verwirrung, weil verschiedene Softwareanbieter und Arzneimitteldatenbanken Einträge unterschiedlich formatieren. Diese Erkenntnis zieht der Geschäftsbereich Arzneimittel der ABDA aus dem Projekt PRIMA, das er von Oktober 2014 bis März 2017 in 24 sächsischen und thüringischen Arztpraxen durchführte, die an der „Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen“ (ARMIN) teilnahmen.

Elf Arzt-Apotheker-Teams hatten bei der Betreuung von 196 Patienten die Umsetzung in einem mehrstufigen Verfahren getestet, woraufhin Machbarkeit und Akzeptanz evaluiert wurden. „Erstmalig in Deutschland wurden die Voraussetzungen zur elektronischen Erstellung, zum Austausch und zur Aktualisierung von medikationsplänen in einem Arzt- und vier Apothekenverwaltungssystemen geschaffen“, schreibt die ABDA in einer gestern veröffentlichten Studie.

Bei den dabei auftretenden Problemen handelte es sich vor allem um technische und AMTS-relevante Fehler, abweichende Darstellungen, mangelnde Benutzerfreundlichkeit und begrenzte Speicherkapazität des Barcodes. Besonders ärgerlich für die Beteiligten waren neben Programmierfehlern wie fehlenden Zeilen offenbar Darstellungsprobleme bei der Übertragung der Medikationspläne von Arztpraxis- zum Apothekenverwaltungssystem und umgekehrt. Dabei wurden inhaltlich identische Beiträge nämlich oftmals unterschiedlich dargestellt.

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