Gematik-Zulassung: Der erste Konnektor kann, was er soll

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Das nötige Update soll nun bundesweit ausgerollt werden. Änderungen an der Hardware seien dazu nicht nötig. Mit dem Upgrade zum E-Health-Konnektor erhalten CGM-Kunden zusätzlich auch Zugriff auf den Basisdienst Qualifizierte Elektronische Signatur (QES), der eine rechtssichere Signatur von Dokumenten ermöglicht und für die Ende Juni zugelassene Anwendung KIM (Kommunikation im Medizinwesen) notwendig ist. KIM soll das Fax ersetzen: Sämtliche Kommunikation zwischen den Leistungserbringern soll künftig über den Fachdienst laufen.

Sowohl KIM als auch eMP und NFDM wurden in den zurückliegenden Monaten in einem Feldtest in der Region Westfalen-Lippe erprobt, denn Voraussetzung für die Zulassung waren 15.000 erfolgreiche Tests der Anwendung. Darüber hinaus habe sich der CGM-Konnektor „auch im Regelbetrieb beim Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) als hochresilient herausgestellt“, rühmt sich CGM und spielt dabei wohl darauf an, dass die CGM-Box während des massiven Konnektorenausfalls in 80.000 der 130.000 ausgestatteten Arztpraxen nicht betroffen war. Einer Analyse des IT-Fachmagazins Heise zufolge könnte diese Resilienz aber auf Kosten der Sicherheit erkauft worden sein. Heise berichtet, dass der beinahe zweimonatige Konnektorenausfall auf einen Fehler bei einem sogenannten DNSSEC-Root-Trust-Anchor zurückzuführen gewesen sei, der zur manipulationssicheren Namensauflösung der IP-Adressen innerhalb der TI dient. Anders als bei den betroffenen Anbietern T-Systems, Rise und Secunet sei diese Absicherung aber bei CGM nur optional und bei 99 Prozent der Geräte nicht aktiviert. „So konfiguriert sind sie aber anfällig für Angriffsszenarien im Bereich des Routing und genügen kaum den ‚höchsten Sicherheitsstandards‘, die für die TI gelten sollen“, resümiert das Fachblatt kritisch.

Die anderen Konnektorenanbieter dürften mit ihren E-Health-Upgrades bald folgen. Die anderen Anbieter befinden sich laut Gematik „auf der Zielgeraden für den Feldtest und den anschließenden bundesweiten Rollout ihres Upgrades“.

 

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