Gematik-Zulassung: Der erste Konnektor kann, was er soll

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Berlin - Bisher waren Konnektoren für Apotheken genau genommen nur eine teure Spielerei: Für die wesentlichen Anwendungen in der Telematikinfrastruktur (TI) waren nämlich noch keiner der weißen Kästen zugelassen. Das hat sich heute geändert. Die Gematik hat das erste Update zum E-Health-Konnektor bundesweit zugelassen. Damit ermöglicht die Kocobox Med+ der Compugroup Medical ab sofort die Verwaltung elektronischer Medikationspläne (eMP) auch durch Apotheker.

Nach den Problemen der zurückliegenden zwei Monate konnte die Gematik gute Nachrichten gebrauchen. Entsprechend erfrischt klingt ihr Geschäftsführer Dr. Markus Leyck-Dieken. „Wir haben allen Grund zu feiern. Die Zulassung des E-Health-Konnektors ist ein großer Erfolg – für alle Beteiligten: Bald werden medizinische Anwendungen der Telematikinfrastruktur aus dem Versorgungsalltag nicht mehr wegzudenken sein“, erklärt er. „Damit sind wir unserem Ziel, durch digitale Lösungen die Patientenversorgung zu verbessern, ein enormes Stück nähergekommen.“

Denn durch das nun zugelassene Update wird der normale Konnektor zum E-Health-Konnektor. Das heißt: bisher konnte er nur das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchführen, für weitere Anwendungen in der TI wie eMP und Notfalldatenmanagement (NFDM) ist ein Update notwendig, das allerdings gesondert zugelassen werden musste. Dazu gehörte der Nachweis einer Sicherheitszertifizierung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Dem E-Health-fähigen Konnektor selbst hatte die Gematik bereits im November grünes Licht gegeben.

„Einrichtungen, in denen die KoCoBox MED+ bereits heute im Einsatz ist, werden ihren Patienten ab sofort die neuen medizinischen Anwendungen NFDM und eMP anbieten können“, sagt Dr. Eckart Pech, Geschäftsführender Direktor für den Bereich Consumer and Health Management Information Systems bei CGM. „Ärzte, Zahnärzte, Kliniken und Apotheken werden die ersten Anwender sein, die die neuen medizinischen Mehrwertdienste in der TI nutzen und die dafür vorgesehenen Fördersummen und Zusatzhonorare in Anspruch nehmen können.“

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