KBV: Ärzte sollten Interaktion prüfen

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„Ziel ist es, hier letztendlich einen einheitlich standardisierten Plan zu schaffen“, erklärt Dr. Sibylle Steiner, die bei der KBV das Dezernat „Ärztliche und Veranlasste Leistungen“ leitet. Es gehe dabei um Verständlichkeit und einen Wiedererkennungswert. „Deshalb ist es ganz wesentlich gewesen, dass wir Inhalte und Struktur festlegen.“

Die dreiseitige Vereinbarung steht inzwischen in weiten Teilen und muss nun noch dem GKV-Spitzenverband und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) vorgelegt werden, die dem Ganzen zustimmen müssen. Auch Patientenorganisationen werden noch die Möglichkeit zur Stellungnahme bekommen. „Wir haben die wesentlichen Vorarbeiten geleistet“, so KBV-Vorstand Regina Feldmann.

In Sachen Selbstmedikation wünscht sich Feldmann mehr Unterstützung aus den Apothekern. Diese können Medikationspläne laut E-Health-Gesetz zwar nicht erstellen, aber ändern und ergänzen. Das ist besonders bei OTC-Präparaten relevant. Feldmann hofft, mithilfe der Apotheker „ein bisschen Koordinierung“ und mehr Verständnis bei den Patienten zu erreichen.

Bereits heute ist geplant, die Vereinbarung bis Ende April 2017 fortzuschreiben, um die Daten dann auch für die Prüfung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) nutzen zu können. Außerdem soll geregelt werden, wie die Informationen des Medikationsplans auf die elektronische Gesundheitskarte (eGK) übernommen werden können. Dieser Schritt ist ab 2018 geplant und soll bis spätestens Anfang 2019 abgeschlossen sein. Für Feldmann ist die Speicherung auf der eGK die beste Lösung. „Aber das wird von der freien Ärzteschaft nicht begrüßt“, räumt sie ein. Hier brauche es eine politische Lösung.

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