Medikationsplan in der Apotheken-EDV

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Berlin - Der Medikationsplan kommt. Ab Oktober müssen Apotheker auf Wunsch des Patienten deren Plan aktualisieren. Das Verfahren ist allerdings umständlich: Solange eine Softwarelösung fehlt, müssen Änderungen handschriftlich vorgenommen werden. Und für eine Überprüfung auf Wechselwirkungen müssen die Medikamente händisch ins System übertragen werden. Bis die Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeichert werden, dürfte es aber noch dauern. Die Apothekensoftwarehäuser arbeiten deshalb an einer Übergangslösung.

Patienten, die mindestens drei verordnete Arzneimittel einnehmen, haben künftig ein Recht auf Erstellung und Aktualisierung eines Medikationsplans. Die dafür notwendige Rahmenvereinbarung wurde vom Deutschen Apothekerverband (DAV), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK) auf den Weg gebracht und ist im Mai in Kraft getreten.

Da der Plan anfangs in Papierform ausgestellt wird und es noch keine Möglichkeit gibt, ihn in die Software zu übersetzen, sind eine Reihe von Übergangsregelungen vorgesehen. So ist in der Vereinbarung unter anderem geregelt, dass Apotheker handschriftliche Ergänzungen vornehmen dürfen. Diese sollen „auf das Notwendigste reduziert bleiben und in deutlich lesbarer Form erfolgen“.

Perspektivisch sollen die Pläne aber elektronisch eingelesen und bearbeitet sowie anschließend ausgedruckt werden können. Der Bundesverband Deutscher Apothekensoftwarehäuser (ADAS) und der Bundesverband Gesundheits-IT (BVITG) arbeiten deshalb an einer offenen Industrie-Standardschnittstelle für den digitalen Austausch von Medikationsdaten.

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