Apotheker als Arztassistenten

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Berlin - Die Apotheker werden beim Medikationsplan auf eine Assistentenrolle begrenzt. Der Gesundheitsausschuss des Bundestags hat am Vormittag die entsprechenden Änderungsanträge der Regierungsfraktionen verabschiedet. Demnach werden die Apotheker verpflichtet, den Medikationsplan auf Wunsch des Versicherten zu aktualisieren. Da sie bei der Erstellung des Plans außen vor bleiben, ist für ihre Leistung kein Honorar vorgesehen.

Wörtlich heißt es im Antrag der Union und SPD: „Auf Wunsch des Versicherten hat die Apotheke bei Abgabe eines Arzneimittels eine insoweit erforderliche Aktualisierung des Medikationsplans vorzunehmen.“ Ab 2019 besteht der Anspruch auf Aktualisierung des Plans auf der elektronischen Gesundheitskarte zudem gegenüber jedem Vertragsarzt sowie gegenüber der abgebenden Apotheke, wenn der Versicherte dies erlaubt.

Laut der Begründung können Aktualisierungen des Medikationsplans von anderen Leistungserbringern vorgenommen werden – soweit Veranlassung dazu besteht. Mit der Ergänzung werden auch die Apotheken verpflichtet. „Der Apotheke liegt im Zusammenhang mit der Abgabe des Arzneimittels die insoweit erforderliche Information über die Änderung der Medikation vor“, heißt es zur Begründung.

Die Ärzte werden mit dem Antrag außerdem verpflichtet, Versicherte auf ihren Anspruch hinzuweisen. Künftig kann sich jeder Patient einen Medikationsplan ausstellen lassen, der mehr als drei Arzneimittel gleichzeitig verordnet bekommt.

Ab 2019 sollen die Daten des Medikationsplans in elektronischer Form genutzt werden, einschließlich Daten zur Prüfung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS). Dafür muss der Patient eine Zugriffserlaubnis erteilen. Hat der Arzt die Daten des Medikationsplans nicht im eigenen Praxisverwaltungssystem gespeichert, benötigt er die elektronische Form, um diese in die EDV zu übertragen und auf dieser Basis einen aktualisierten Medikationsplan erstellen zu können. „Entsprechendes gilt für die Apotheken“, so der Änderungsantrag.

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