Bühler fordert Entschuldigung für DocMorris-Maske

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Berlin -

Kürzlich präsentierten sich die drei CDU-Politiker Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen bei einem „The Pitch“ genannten Event der Jungen Union (JU) als Kandidaten für den Parteivorsitz der CDU mit Mundschutzmasken nicht nur mit JU-Logo. Zwar klein, aber bei genauer Betrachtung erkennbar, war auf der Maske auch das Sponsoren-Logo von DocMorris zu sehen. Das hat jetzt ein politisches Nachspiel: Pharmaziestudent und JU-Mitglied Benedikt Bühler hat einen Brief an JU-Chef Tilman Kuban geschrieben und verlangt eine Entschuldigung. Außerdem wirft Bühler der JU vor, ein von ihm eingereichtes Video pro Rx-Versandverbot unterdrückt zu haben. Bühler hadert mit seiner CDU.

„Für mich ist es in diesen Zeiten als JU, MIT und CDU nicht gerade leicht, sich für meine Partei/ Organisationen in der Partei stark zu machen. Die Verabschiedung des VOASG ohne das RxVV löst für mich einen großen Konflikt aus, was ich für mich mit der Partei noch zu klären habe, bevor ich mich weiter für diese engagiere“, fast Bühler seinen Frust zusammen. Wenn dann aber darüber hinaus von seiner Jugendorganisation DocMorris als Sponsor gewählt werde, obwohl er im August 2019 den JU-Chef Kuban in einem langen Gespräch über die „Machenschaften dieses Konzerns“ aufgeklärt habe, sei das in seinen Augen schon schlimm genug.

„Dann aber unsere Kandidaten für den Parteivorsitz und einem potenziellen Kanzler der Bundesrepublik Deutschland als Litfaßsäulen für einen stark umstrittenen Konzern zu missbrauchen, schießt in meinen Augen den Vogel völlig ab“, so Bühler. Hinzukomme, dass es ein absolutes Novum sei, dass Politiker bei politischen Veranstaltungen Werbung trügen. Bühler: „Das ist im Allgemeinen in meinen Augen nicht gut – egal für welche Firma. Es ist ein gewaltiger Unterschied einen Sponsor zu nennen oder für einen Sponsor so Werbung zu machen. Damit suggeriert man dem Zuschauer, dass man die Werte und Einstellungen des Konzerns teilt.“

Als „aktives und eigentlich überzeugtes Mitglied der JU“ nehme er an den Formaten und der Parteiarbeit auch aktiv teil. Daher habe er zum JU-Pitch zum CDU-Parteivorsitz ein Fragevideo eingereicht, dass die Durchsetzungsfähigkeit des Vorsitzenden mit dem Rx-Versandhandelsverbot kombinierte. „Erst sagte die JU der Frage zu, dann wurde die Nachricht zurückgenommen und es wurde festgestellt, dass mein Video/ Frage in die engere Auswahl kommt“, so Bühler. Auf seine Frage, welche Chance das Video habe, sei ihm mitgeteilt worden, er solle mal zuversichtlich sein: „Anstatt meines Videos wurde ein Video genommen, welches den Vorgaben an hohe Qualität und Querformat nicht entsprach. Jetzt kommt natürlich bei mir die Frage auf, warum nicht mein Video, anstatt des nicht formgerechten Videos mit einer langweiligen Frage, ausgewählt worden ist“, so Bühler.

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