Digitalisierung

Becker: Großes Interesse an DAV-App

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Berlin -

Als Erfolg stuft der DAV das Interesse der Apotheken an seiner Patienten-App ein: Zwei Monate nach dem Startschuss ist laut DAV bundesweit bereits jede dritte Apotheke registriert. Von den etwa 19.400 Apotheken in Deutschland haben sich mehr als 6800 auf www.dav-app.de angemeldet – das sind genau 35 Prozent. Das DAV hatte die Einführung der App auf dem Wirtschaftsforum im Mai angekündigt.

In seiner Eröffnungsrede zum Wirtschaftsforum hatte DAV-Vorsitzender Fritz Becker das Projekt offiziell gestartet. Der DAV und seine 17 Landesapothekerverbände rufen derweil alle noch nicht registrierten Apothekeninhaber auf, diese E-Rezept-Lösung zu unterstützen. Die unverbindliche Registrierung auf www.dav-app.de sei mit wenigen Klicks erledigt. Allerdings sollte jede Apotheke, die sich registriert, darauf achten, die anschließend zugesandte Bestätigungs-Email anzuklicken, um den Anmeldeprozess abzuschließen.

Zum Vergleich: Für ein ähnliches Registrierungsverfahren zum europäischen Arzneimittelfälschungssystem Securpharm vor einem Jahr hatten sich nach zwei Monaten ebenfalls gut 7000 Apotheken registriert. Der Unterschied: Securpharm hatte eine mehrjährige gesetzgeberische Vorgeschichte und wurde verpflichtend Anfang 2019 eingeführt. Die Patienten-App des DAV sei dagegen freiwillig, jedoch nicht minder relevant für Apotheken und Patienten.

Noch nicht voran gekommen ist der DAV allerdings mit seinem Monopol-Anspruch für das E-Rezept. Verbieten will der DAV über seine Exklusiv-App damit außerdem Rx-Boni und Sonderangebote. Weder im Apothekenstärkungsgesetz (VOASG) noch im Digitalisierungsgesetz (DVG) hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) darauf reagiert. Ob sich in der parlamentarischen Beratung daran etwas ändert, bleibt abzuwarten.

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