Digitalisierung

Pro AvO: Eine Schnittstelle für alle Plattformen APOTHEKE ADHOC, 09.07.2019 09:41 Uhr

Berlin - Derzeit rangeln der Deutscher Apothekerverband (DAV), der „Zukunftspakt Apotheke“ von Noweda/Burda und die Initiative Pro AvO um die Vorherrschaft bei der Digitalisierung des Apothekenmarktes und der Etablierung einer Handelsplattform. Jetzt hat Pro AvO seine Wettbewerber dazu aufgerufen, sich an einen Tisch zu setzen und eine gemeinsame technische Lösung für alle Apotheken zu schaffen. Kürzlich hatte Pro AvO bereits die Entwicklung eines einheitlichen eRezepts unter Führung des DAV gefordert.

„Alle Initiativen sollten für alle Apotheken offen sein. Um jetzt nicht wertvolle Zeit in einem Wettbewerb der Plattform-Initiativen zu verlieren, sollten wir uns deshalb alle an einen Tisch setzen und den Anschluss über eine gemeinsame Branchenschnittstelle erarbeiten. Wir möchten unsere Schnittstellen für alle Apotheken öffnen und sind dazu bereits im Gespräch mit dem Bundesverband der Deutscher Apotheken-Softwarehäuser (Adas). Wir fordern auch alle anderen digitalen Brancheninitiativen und alle Softwarehäuser auf, den Adas darin zu unterstützen, schnellstmöglich gemeinsam den Branchenstandard zu definieren“, so Peter Menk, Geschäftsführer von Pro AvO.

Die Einführung des eRezepts im kommenden Jahr werde die Apothekenwelt nachhaltig verändern. Damit die Apotheke vor Ort und der Patient gleichermaßen von dieser Entwicklung profitieren könne, bedürfe es eines Branchenstandards für eine digitale Plattform-Schnittstelle, an die alle Warenwirtschaftssysteme der Apotheken angeschlossen werden können. Pro AvO fordere im Sinne der Interoperabilität einen solchen gemeinsamen Standard. Dazu sei Pro AvO bereits im Gespräch mit dem Adas und unterstütze dessen Initiative, eine einheitliche Schnittstelle zu entwickeln.

Mit der Einführung des eRezepts sei davon auszugehen, dass sich das Patientenhalten ändern und die Anzahl der elektronischen Übersendungen des Rezepts in die Apotheken signifikant steigen wird. Um am wachsenden Online-Kanal teilhaben zu können, müssten die Apotheken vor Ort ebenfalls digital erreichbar sein. Dabei würden sich die Lösungen durchsetzen, die über eine direkte Anbindung an die Warenwirtschaft der Apotheke verfügen. „Denn nur wenn der Apothekenkunde sicher sein kann, dass das bestellte Präparat auch tatsächlich verfügbar ist und für ihn bereitliegt, wird er auch sofort bestellen und bezahlen. Und auch in den Apotheken werden Online-Bestellungen nur dann wirtschaftlich bearbeitet werden können, wenn sie ohne großen Aufwand direkt in die Warenwirtschaft einfließen“, so Pro AvO.

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