Xofluza für Hochrisikopatienten

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Berlin - Der schweizerische Pharmakonzern Roche hat von der US Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für das Grippemittel Xofluza (Baloxavir) bei Patienten mit hohem Komplikationsrisiko erhalten.

Mit der nahenden Grippesaison könne man nun Xofluza als einzige zugelassene Behandlung für Menschen mit einem hohen Risiko für Grippekomplikationen anbieten, teilte die Roche-Tochter Genentech mit.

Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Herzerkrankungen und Diabetes laufen deutlich stärker Gefahr, bei Grippe ernsthafte Komplikationen zu entwickeln. Diese reichen von Ohreninfektionen bis zu Lungenentzündungen. Xofluza ist laut den Angaben bereits in verschiedenen Ländern für die Behandlung der Grippetypen A und B zugelassen.

Der Wirkstoff ist gegen Influenza A- und B-Viren gerichtet – darunter Oseltamivir-resistente Stämme sowie Stämme der Vogelgrippe wie H7N9 und H5N1. Baloxavir hemmt die CAP-abhängige Endonuklease im Grippevirus und somit den Replikationszyklus. Durch Endozytose gelangt das Virus in die Wirtszellen. Die viralen Ribonukleoproteine werden ins Zytoplasma freigelassen und in den Nukleus importiert, wo die virale RNA in mRNA transkribiert wird. Hierbei spielt die CAP-abhängige Endonuklease eine essenzielle Rolle. Xofluza wird als Tablette als Einmaldosis unabhängig von den Mahlzeiten verabreicht.

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