Tollwut-Impfstoffe fehlen wieder

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Berlin - In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Lieferengpässen bei Tollwut-Impfstoffen und auch in diesem Herbst gibt es Defekte. Die beiden zugelassenen Vakzine sind derzeit nur eingeschränkt verfügbar. Apotheken können bei einem tatsächlichen Notfall das Arzneimittel aus den Notfalldepots der Apothekerkammern beziehen.

In der jüngsten Vergangenheit kam es immer wieder zu einem Lieferengpass mit Tollwut-Impfstoffen. Derzeit sind Rabipur (GSK) und folglich auch die Parallelimporte sowie Tollwut-Impfstoff (HDC) inaktiviert (Sanofi) nur eingeschränkt verfügbar. „Wir beliefern derzeit nur die Notfalldepots, um die Versorgung im Notfall, das heißt zur Postexpositions-Prophylaxe, sicherzustellen”, bestätigt eine GSK-Sprecherin.

Der Grund für den aktuellen Lieferengpass seien ein erhöhter Bedarf und Verzögerungen in der Herstellung. Die Belieferung des Großhandels mit dem Impfstoff werde voraussichtlich im November erwartet. Sanofi begründet seinen Defekt mit einer „hohen weltweiten Nachfrage bei voll ausgelasteten Produktionsstätten”. Wann der Hersteller wieder in vollem Umfang lieferfähig ist, ist noch unklar. „In den nächsten sechs Monaten rechnen wir nicht damit”, so eine Sanofi-Sprecherin.

Die Apothekerkammer Berlin teilt mit, dass die Belieferung von Notfalldepots der Landesapothekerkammern sichergestellt sei. Allerdings könne es es in der „Peripherie” zu Lieferengpässen kommen: „Wir weisen alle Apotheken darauf hin, dass bei zeitweiligen Lieferengpässen Tollwut-Impfstoff aus den Notfalldepots nur bei einem tatsächlichen Notfall zur Postexpositionsprophylaxe entnommen werden sollte”, heißt es auf der Website.

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APOTHEKE ADHOC Debatte

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