Infektionskrankheiten

Lieferengpässe bei Tollwut-Impfstoffen Carolin Bauer, 08.01.2013 12:17 Uhr

Berlin - In Deutschland ist der Tollwut-Impfstoff knapp: Apotheken können die Präparate weder vom Großhandel noch von den Herstellern beziehen. Patienten, die sich gegen die Infektionskrankheit schützen wollen, müssen sich noch etwas gedulden: Die Lieferprobleme sollen in den kommenden Wochen behoben sein. Laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) wurden mehrere Chargen freigegeben.

Bundesweit besitzen zwei Unternehmen eine Zulassung für den Monokomponentenimpfstoff: Novartis vertreibt Rabipur, Sanofi Pasteur MSD den Impfstoff HDC. Der Rabipur-Reimport von Eurim ist seit der Zulassung im Mai 2011 nach Firmenangaben bislang noch gar nicht auf dem Markt gewesen.

Laut PEI ist es nur zu „kurzfristigen Lieferengpässen“ durch die beiden Hersteller gekommen. Apotheken berichten anderes. Im Laufe des Monats sollen die Apotheken wieder auf den Impfstoff zugreifen können. „Ich rechne damit, dass die Impfstoffe in den nächsten zwei bis drei Wochen am Markt erscheinen“, sagt eine PEI-Sprecherin.

Von den aktuellen Lieferengpässen wollen die Hersteller nichts wissen. Der Impfstoff sei lieferbar, sagt ein Novartis-Sprecher. Auch bei Sanofi Pasteur MSD gibt man sich lieferfähig: „Wir können unsere Stammkunden bedienen und treten in Notfällen ein“, so eine Konzernsprecherin.

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