ZL prüft Isopropanol- und Ethnaol-Gemische

Ringversuch zu Desinfektionsmitteln

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Berlin -

Apotheken dürfen momentan isopropanolhaltige Desinfektionsmittel selbst herstellen. Das hat die Bundesstelle für Chemikalien mit einer Allgemeinverfügung genehmigt. Die Genehmigung gilt vorerst bis zum 9. September und nur für bestimmte Rezepturen. Diese Herstellungen sind für viele Apotheken neu – gerade in der Ansatzmenge unterscheiden sich die Rezepturen von den alltäglichen Mengen. Um die Qualität der hergestellten Desinfektionsmittel zu überprüfen, hat das Zentrallaboratorium (ZL) nun einen Ringversuch angekündigt.

„Die gegenwärtige Ausnahmesituation zeigt, wie wichtig und unverzichtbar die Herstellung von qualitativ hochwertigen Zubereitungen in der Apotheke ist“, heißt es in der aktuellen Information des ZL. Um die Qualität der selbst hergestellten Desinfektionsmittel zu überprüfen, können Apotheken sich nun zu einem Ringversuch anmelden.

Eingesendet werden können insgesamt fünf unterschiedliche Rezepturen. Darunter sind zulassungsfreie und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Mischungen.

Folgende Rezepturen können eingesendet werden:

  • Ethanol (70 Vol.-%) zur Desinfektion SR
  • Ethanol (80 Vol.-%) zur Desinfektion SR
  • 2-Propanolische Händedesinfektionslösungen (FIP-/WHO-Empfehlung)
  • 2-Propanol-Wasser-Gemisch 70% (V/V)

Geprüft wird ab sofort bis August. Der Einsendungszeitpunkt ist beliebig und richtet sich nach dem Zeitpunkt der Online-Buchung. Die Mitteilung der Ergebnisse und die damit einhergehende Zertifikatsvergabe soll innerhalb von fünf bis zehn Werktagen nach Erhalt der Probe erfolgen. Das erhaltene Zertifikat ist für ein Jahr gültig. Die Kosten belaufen sich auf 75 Euro, das zertifikatsrelevante Prüfparameter ist die Dichte.

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