Immunisierung

Grippeimpfung: Pflaster statt Spritze

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Mit Fluenz gibt es in Deutschland bereits einen nasalen Impfstoff gegen Influenza. Allerdings ist das Produkt nur in einer Nische zu Hause. Zwar übernehmen die Kassen mittlerweile die Kosten, die Vakzine wird aber nur für Kinder von 2 bis 18 Jahren eingesetzt. Angesichts der Ausschreibungen wird sich daran wohl so schnell nichts ändern. 2012 hatte AstraZeneca diesen ersten nasal zu applizierenden Lebendimpfstoff auf den deutschen Markt gebracht. Mittlerweile gibt es mit Fluenz Tetra eine weitere Variante.

Eine andere Applikationsform hat der Hersteller PharmaJet gefunden: In den USA erhielt die nadelfreie Injektionstechnologie Stratis 0.5mL Jet-Injektor die Zulassung. Mit einem Hochdruckstrahl wird der Grippeimpfstoff Afluria von bioCSL durch die Haut geschossen.

Wissenschaftler des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung im Saarland (HIPS) und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig (HZI) haben eine Impfcreme entwickelt, die bereits in der präklinischen Phase untersucht wurde, also im Labor und an Tieren. Da mit den Nanopartikeln nicht genügend Impfstoff in den Körper gelangt, um die gewünschte Reaktion des Immunsystems hervorzurufen, schleusen die Forscher zusätzlich Adjuvantien mit den Mini-Transportern durch die Haut.

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